Samstag, 28. November 2009

Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (VI)

Nur ohne deine Kinder

Nicht nur Ulrike Krüger (Name geändert) ist in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch schnell von ihren eigenen Kindern getrennt worden. Auch hier stimmen die Berichte von Betroffenen überein. Professor Dr. Ruthard Stachowske als Leiter der Einrichtung wird vielleicht auch die als “unwahre Tatsachenbehauptungen” und als “ehrverletzende Schmähkritiken und Herabsetzungen” einstufen, wie das sein Hamburger Anwalt am 28. Mai 2009 in einem Schreiben an mich getan hat, das man wohl als Abmahnung einstufen muss. Manchmal schaltet Ruthard Stachowske sogar die Staatsanwaltschaft ein. Dieses Vorgehen scheint in ein Charakterbild zu passen, zu dem gehören sollen: “drei Stunden lang hat er sein Team angeschrieen”, “er übernimmt das Kommando und sagt, eure Mutter möchte gehen, aber ihr bleibt hier”.

Doch es gibt auch positive Erfahrungsberichte aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Auf den Internetseiten der Einrichtung. Zwei. Sabine, 32 Jahre alt, erzählt: “Mein Sohn hat hier auch viel gelernt. Das wichtigste ist aber, dass er gesund geworden ist. Es macht mir viel Spaß und Freude zu sehen, wie er sich entwickelt.” Ob Sabine das aus unmittelbarer Nähe beobachtet, kann dieser Schilderung nicht entnommen werden. Andere berichten von einer Scheibe, die Mutter und Kind trennt, von einem kurzen Kinderblick durch einen Türspalt und schon ist die Tochter wieder verschwunden.

Ulrike Krüger ist aus dieser Einrichtung nicht so schnell verschwunden, wie sie sich das vorgenommen hat. Drei Monate vergehen. Mit zwei anderen Müttern will sich Ulrike Krüger aus dem Staub machen. Ihre Kinder wollen sie mitnehmen. Doch: “Das ging voll nach hinten los. Eine der Mütter hat uns verraten. Der Alptraum begann. Tagelang wurden ´Linkenrunden´ mit der Gruppe und mit dem Team gebildet.” Schließlich kommen auch die Kinder.

Die 48-Jährige erinnert sich so: “Wir drei Mütter saßen in der Mitte des Saals und alle 30 Klienten drum herum. Das Team, sieben Leute, rechts von uns. Die Kinder saßen uns gegenüber. So, hieß es dann, Ulrike, erzähl doch mal deinen Töchtern, was du vorhast. Aber ich blieb stumm.” Auf diese Weise seien 30 Minuten vergangen, bis Ruthard Stachowske angekündigt habe, die Töchter von Ulrike Krüger “in Obhut” nehmen zu wollen.

Die anschließenden Schilderungen wirken wie Szenen aus einem schlechten Film. Geschehen sein soll dies: Ruthard Stachowske flüstert einer Patientin etwas ins Ohr, diese Patientin geht und kehrt nach kurzer Zeit mit drei Umschlägen zurück. Jede Mutter bekommt einen Umschlag. Der Leiter der Einrichtung sagt: “Hier ist Geld drin. 70 Euro. Damit ihr gehen könnt. Aber natürlich ohne eure Kinder.”


Veröffentlicht am 27. Juni 2009

Kommentare:

  1. Frau Otte, Leiterin des Jugendamtes Lüneburg, reist seit Jahren mit Herrn Stachowske durch Deutschland um gemeinsame Seminare/Vorträge abzuhalten. Eine sehr gute Kooperation.

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  2. Auch meine Tochter ist gegangen worden,als sie sich nach 6 Jahren Therapie stark genug fühlte(und auch ist),um außerhalb der Einrichtung leben zu können.Meine Enkelkinder wurden aber in der Einrichtung zurückgehalten.

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  3. Hallo Herr Tjaden!

    Die Umschläge mit Geld - Aus meiner Sicht eine geniale Intervention. Durch den Plan der drei Mütter die Einrichtung heimlich zu verlassen stand der Rückfall und die Trennung von den Kindern sowieso im Raum. Alle Zutaten für diesen "Super-Gau" waren schon beisammen. Es fehlte nur das Geld. Kein Rückfall ohne Geld (alte chinesische Therapeutenweisheit)Ich sehe das so:
    Ohne das Geld wären die Klienten wahrscheinlich nicht gegangen. Aber der Potentielle Rückfall wäre offen geblieben. Mit dem Angebot des Geldes
    gehen die Klienten wahrscheinlich auch nicht. Aber die Dynamik des offenen Rückfalls dreht sich. Ich meine : "Genial"

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  4. Egal wie Genial der Gau ist.Es wird sowieso die Drogenproblematik des Einzelnen nicht bearbeitet.Anstatt die momentane Problematik zu bearbeiten werden einem noch mehr Probleme angehängt

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  5. Nachgehakt:Kinderpornografie

    Hallo Herr Tjaden,

    auf Ihren Seiten lassen Leute schreiben, die wegen Verbreitung von Kinderpornogtafie im Internet verurteilt sind. Dann war "Burgdorf" kein Justizskandal- Sie haben doch etwas mit Kinderpornografie im Internet zu tun. Wie in Burgdorf- unter dem Deckmantel von "Kinderschutz" verstecken sich die Täter- und Sie helfen. Wenn Sie wirklich freigesprochen wurden, dann veröffentlichen Sie doch das Urteil/den Freispruch auf Ihren Seiten, so kann sich ein jeder "Bild Dir Deine Meinung".
    Sie hören und lesen "Neues" über sich.

    Best regards,

    Bob Woodward Carl Bernstein

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  6. so ihr Schlaumeier, wo sind die Beweise?
    BobWoodward und Carl Bernstein wären bei so einer dilitantischen Vorgehensweise niemals zum Erfolg gekommen

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