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Sonntag, 24. März 2013

Tolles Angebot

Jetzt wird diese Theorie sogar schon verhökert.

Vortrag und Workshop zum Thema »Systemische Therapien weiter denken II« auf dem Kongress »Wie kommt Neues in die Welt« vom 17. - 20. Mai 2012 in Heidelberg.

Was ist das Neue an Systemaufstellungen? Die Methode der Systemaufstellung an sich ist nicht neu. Mit und nach Bert Hellinger sind aber viele neue Einsichten und Vorgehensweisen hinzugekommen, die im systemischen Feld wenig wahrgenommen wurden. Gunthard Weber stellt dar, weshalb und wann er Systemaufstellungen für eine besondere Methode der Informationsgewinnung hält.

Wie wirken Systemaufstellungen? Systemaufstellungen wählen andere Techniken, um Unterschiede anzuregen: - externalisierte innere Bilder - räumliche Metaphern - Wahrnehmungen von Stellvertretern - ritualhafte Vorgänge - eine verdichtete Gruppenatmosphäre - Betrachtung
des Geschehens durch die Klienten aus der Außen- und Innenperspektive - Austesten von Veränderungsmöglichkeiten - systemimmanente Tendenzen. Durch diese Erweiterung des Repertoires können andere Zugänge zur systemischen Vorgehensweise gewählt werden, um Neues in der Welt des Klienten entstehen zu lassen.

Nach der theoretischen Einführung wird anhand eines Fallbeispiels die praktische Durchführung einer Aufstellung gezeigt.

Dr. med. Gunthard Weber (*1940) ist Arzt für Psychiatrie/Psychotherapie. Er war lange an der Universität Heidelberg in den Bereichen Psychiatrie/Psychotherapie, Psychosomatik und Familientherapie tätig. Der Systemberater und Systemtherapeut leitet das Wieslocher Institut für systemische Lösungen (www.wieslocher-institut.com).



DVD
farbig, Spieldauer: 173 Minuten Jokers edition

Die Karwoche beginnt für mich mit diesem mail-Knüller. Kosten soll diese DVD nicht mehr 28 Euro, sondern 7,99 Euro. Das ist gut angelegtes Geld, wenn irgendwo ein Tisch wackelt.

Das nächste Seminar des Wieslocher Instituts für systemische Lösungen steht unter dem Motto "Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn alle aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik, heilen sie zugleich auch die äußere Welt. (Yehudi Menuhin)"

Diesem Motto des Geigenvirtuosen folgt auch Barbara Sassen aus Marburg, die in diesem Monat umgezogen ist. Sie schreibt: "Im Verlauf der Entstehung wurde mir dann die Botschaft zuteil, dass die Musik neben der schamanischen Arbeit mein zweiter Pfad sei, mehr Licht in die Welt zu bringen. Ich war einverstanden."

Auf den schamanischen Weg begab sie sich 1990. Seither hat sie eigenen Angaben zufolge auch Lehrerinnen und Lehrer aus der "nichtalltäglichen Wirklichkeit". Schamanen können übrigens ebenfalls heilen. Fallen sie dabei in Trance, stehen bei ihnen die Ahnen auf der jenseitigen Matte. Vielleicht ist Barbara Sassen deshalb in diesem Monat umgezogen.

Möglich ist aber auch: Nachbarn haben sich über ihren Gesang beschwert statt mit zu singen...Ob das so ist, kann man per Systemstellen feststellen.

Sonntag, 10. März 2013

Wort zum Sonntag

Schnee, der leise fällt

Der Sozialpädagoge Ruthard Stachowske hält einen Vortrag in Berlin. Der wird von ihm so angekündigt:

99. Wissenschaftliche Jahrestagung
13. und 14. März 2013 in Berlin
Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V.
Sucht im Generationenwechsel


Die systemische Suchttherapie erweitert die individuell zentrierte Perspektive bei der Erklärung von Sucht zugunsten der Beachtung des familiären, generationalen und sozialen Kontextes. Es geht bei dieser Perspektive darum zu erkennen, wie sich menschliches Verhalten durch eine komplexe Interaktion zwischen individueller Lebensentwicklung und dem familiären, generationalen und kulturellen Kontext entwickelt.

Die systemische Suchttherapie versucht familiäre Muster, die zu Abhängigkeiten unterschiedlicher Ausprägung und Intensität führen können, zu erkennen und schafft damit die Möglichkeit, Verstrickungen zu ‚dechiffrieren'.

Dazu fällt mir ein, was einer meiner Professoren an der Mainzer Universität stets gesagt hat: "Zu einer wissenschaftlichen Betrachtung gehört eine klare Ausdrucksweise." Nur wer klar denke, könne sich auch klar ausdrücken. Das kann Ruthard Stachowske offenbar nicht. Wohl auch deshalb hat er als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch seine Praxis stets seiner Theorie untergeordnet und seine Klientinnen und Klienten gleich mit. "Und willst du nicht systemisch sein, dann schlag ich dir den Schädel ein", lautete sein Motto.

Als wir das Landgericht von Hamburg darauf hinwiesen, dass Stachowske eine Muster-Theorie für Familien vertrete, stritt er das sofort ab. Das stimme nicht, teilte sein Anwalt dem Gericht mit, obwohl man das im Internet nachlesen konnte. Außerdem habe ich noch keinen einzigen Vortrag von Stachowske mit einer schlüssigen Erklärung gelesen. Die meisten Erklärungsversuche sind absurd. So schrieb er vor Jahren, dass ihn das Studium der eigenen Familiengeschichte von den Vorzügen des Systemstellens überzeugt habe.

Die Geschichten anderer Familien hat er nie studiert, er zerlegte und bedrohte sie. Wichtig war dabei immer, was er selbst als Bedrohung empfand. Spinnefeind war er stets Vätern und Müttern mit eigenen Auffassungen. Man hatte auf ihn zu hören, zuhören stand nicht auf dem Therapieplan. Würde sich ein Fußballtrainer hinstellen und sagen, er habe seinem Stürmer im Training das linke Bein gebrochen, damit der endlich begreife, dass er zwei Beine hat, dann wäre dieser Trainer schnell seine Lizenz los. Das jedoch ist genau die Stachowske-Methode auf psychischem Gebiet.

Dieser Sozialpädagoge hat die Welt, in der viele Süchtige leben, lediglich gespiegelt. Doch aus negativ verkehrt wird noch lange nicht richtig. Wovor hat dieser Mann eigentlich so große Angst, dass er anderen Angst einflößen muss? Welches Gehirn fördert Sätze wie "Dann siehst du dein Kind nie wieder", "Wenn du gehst, bist du verloren", "Schreien gehört zur Drogenszene" zutage? Warum führt sich Stachowske auf wie ein Klammeraffe?

"Schnee, der leise fällt, bleibt lange liegen", heißt ein finnisches Sprichwort.