Donnerstag, 11. August 2011

Die Löschung

11. August 2011
Kündigung angenommen?

Nun steht auf den Institutsseiten von Ruthard Stachowske, er sei von 1993 bis Juli 2011 Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) gewesen. Außerdem ist der 54-Jährige Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule in Dresden. Für die ist er noch TG-Leiter.

Und wie vertreibt sich Stachowske die Zeit bis zum Arbeitsgerichtsprozess am 27. Oktober 2011? U. a. mit einem Vortrag, den er am 23. September 2011 hält. Thema: "Werden die Missetaten der Väter heimgesucht bis ins dritte und vierte Glied? – Drogenabhängigkeit und Familiengeschichte".

Co-Referentin ist Heidrun Girrulat aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, Veranstalterin die Deutsche Gesellschaft für Trauma und Dissoziation mit Sitz in Göttingen. Die arbeitet mit der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin zusammen. Dort widmet man sich auch den Folgen des Nationalsozialismus für Holocaust-Täter und Holocaust-Opfer. Eine der Thesen lautet, dass noch viele Mauern bis zur Integration eingerissen werden müssen.


Alice Salomon war eine liberale Sozialreformerin, die 1938 Deutschland verlassen musste und 1948 in New York starb. Auch mit einer deutschen Briefmarke wurde ihr Wirken gewürdigt.
Ruthard Stachowske und Heidrun Girrulat passen dazu? Schaut man sich ihr Vortragsthema an, dann stellt man erst einmal fest: Ist biblisch angehaucht. Auch in der Lutherbibel aus dem Jahre 1912 ist von "Missetaten der Väter" die Rede, die bis ins dritte  und vierte Glied verfolgt werden sollen (2 Mo 20.5). Dabei geht es allerdings um die, "die Gott hassen".
 
Zweitens ist hinlänglich bekannt, dass Ruthard Stachowske seinen Vorträgen gern Bibelzitate voranstellt. Was allerdings nicht bedeutet, dass er deswegen stichhaltige Thesen aufstellt. Statt dessen fälscht er Familiengeschichten, die so aussehen müssen: Opa süchtig, Vater süchtig, Sohn süchtig.
 
Diese These ist wissenschaftlich so unhaltbar wie gestern der Treffer von Mario Götze gegen Brasilien. Sie diente zu Stachowskes TG-Zeiten aber einem Zweck: der Zerstörung von Familien, die entweder zementiert oder herbeigeführt werden sollte.
 
Argumentiert jemand mit wirren Thesen, verwirrt er sich und andere auch mit anderen Thesen. So hat sich Ruthard Stachowske dermaleinst vorgenommen: "Jetzt untersuche ich die Nazi-Vergangenheit von Gebäuden."
 
Dass Heidrun Girrulat Gleichschritt hält, kann leicht bewiesen werden: Auch sie propagiert die Energiefeldtherapiemethode, die allerdings in der TG nicht mehr angewendet werden darf. Dann macht sie es eben in ihrer Praxis.
 
Und wie Ruthard Stachowske jetzt aufgefallen sein muss, dass er die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch nicht mehr leitet, ist Heidrun Girrulat jetzt aufgefallen, dass sie auf ihren Praxis-Seiten einen falschen Link zum Institut von Ruthard Stachowske gesetzt hat. Wurde von ihr geändert, damit auch jede und jeder erfahre, dass sie zwar aktuell nicht mehr in der TG, aber anderweitig mit Ruthard Stachowske zusammenarbeitet: in einem Indien-Verein als Vorsitzende (Stachowske ist Geschäftsführer), im Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT) und bei Vortragsveranstaltungen.
 
Deswegen ist Heidrun Girrulat auch keine liberale Sozialreformerin wie Alice Salomon, sondern derzeit Statthalterin von Ruthard Stachowske in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Die Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung nimmt´s hin. Wahrscheinlich aus Kostengründen. Noch eine Entlassung scheint man sich nicht leisten zu können.
 
Wie jedoch Stachowske damit der Rücken gestärkt wird, beweist die Tatsache, dass der immer mehr von einem Erfolg vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg ausgeht. Hoffentlich hört der jetzt nicht auch noch die Geschichten, die über den neuen Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch kursieren. Sonst wird die Arbeitsgerichtsverhandlung am 27. Oktober 2011 zu einer Komödie, die in die Justizgeschichte eingeht.
 
Wer ein Kapitel beenden und ein neues aufschlagen will, muss anders handeln. Denn Ruthard Stachowske hat schon bewiesen, dass er in jede offene Flanke stößt. Wenn die Jugendhilfe Lüneburg so alt aussehen möchte wie gestern Brasilien gegen Deutschland, ergötzt sich einer.
 
 
 

Kommentare:

  1. Von wegen loyal, die Mitarbeiter, von wegen Loyalität Heidrun Girrulat und A.S., immer noch kommt man irgendwie über H.G. Seiten zu Ruthard Stachowske, in dem einen Bericht ist er immer noch Leiter. Wie dem auch sei, sie sind so und so alle im Kontakt, stecken unter einer Decke und langsam nervt es immer mehr, dass da kein Ende gesetzt wird!!!!

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  2. so ist es gekommen. die sucht- und jugendhilfe lüneburg hat sich bis auf die knochen blamiert...

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