Sonntag, 30. Oktober 2011

Heerscharen

30. Oktober 2011
Gesellen sich zu Tjadens Kriegern

Der Chor der Engel (Lukas 2,13-14)


Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Diese Heerscharen werden nicht gemeint gewesen sein, als sich bei der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" eine Kommentarflut über zwei Artikel ergoss, in denen es um die fristlose Entlassung von Ruthard Stachowske ging. Diese Berichte sind inzwischen aus dem Internet verschwunden.
 
Die "Krieger des Lichts", wunderschön besungen von "Silbermond", können auch nicht gemeint gewesen sein. Die wären aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch Hals über Flügel sofort wieder abgehauen.
 
Also: Im Lukas-Evangelium ist von einem Engel die biblische Schrift. Bin ich nicht. In der Einrichtung, die bis Anfang Juli 2011 von Stachowske geleitet wurde, war ich nie. Nicht einmal als Gast.
 
Gleichwohl behaupteten Kommentatoren, die den Entlassenen verteidigten, sie stünden nun den Heerscharen von Tjaden und Tjadens Kriegern gegenüber, die mir zujubeln und vorher ihre eigene Meinung bei meinem Wachhund Mike abgeben. Und dann? Auf in die Meinungsschlacht.
 
Jedoch: Ich habe hier über das Schicksal vieler Kinder und Mütter berichtet. Jedocher: Kein einziger Kommentar stammte von einem dieser Kinder oder von einer dieser Mütter. Am jedochisten: Die meisten von ihnen wissen wahrscheinlich noch nicht einmal, dass die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" berichtet hat.
 
Ein gewisser Daniel Schwers, der sich unter die Kommentatoren gemischt hatte, wie ein Betonmischer unter andere Baumaschinen, schrieb am 28. Oktober 2011: "Wo Sie auftauchen, danach kann man die Uhr stellen, werden Kommentarbereiche und Blogs wegen Verleumdungen geschlossen. Ihr Familienstellerblog zum Glück auch bald."
 
Dem halte ich entgegen - und schließe damit den biblischen Kreis: "Aber ich, Daniel, ward sehr betrübt in meinen Gedanken, und meine Gestalt verfiel."
 
Fiel mir zu der Prophezeiung, dass mein blog geschlossen wird, noch ein...

Samstag, 29. Oktober 2011

Falsch geblinkt?

29. Oktober 2011
Bald auch kein Auto mehr?

Ruthard Stachowske klagt gegen seine fristlose Kündigung als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG). Erste Verhandlung war am Donnerstag. Berichtet haben bereits die "Landeszeitung für die Lüneburger Heide", der NDR und das "Hamburger Abendblatt". Noch eine Zeitung plant einen Bericht.

In diesem Zusammenhang bin ich von dem Redakteur gefragt worden, wie viele Verfahren ich gegen Stachowske wegen meiner Buchveröffentlichung über die TG verloren habe. Diese Frage fand ich irgendwie amüsant. Die Antwort ist nämlich: keins.

Ruthard Stachowske hat sich nur einmal an einen Kernpunkt meiner Kritik juristisch herangewagt und verlor. Ansonsten verhielt er sich wie ein Autofahrer, dem man vorwirft, er habe erst eine Großmutter überfahren, dann ein Kind und bei der Flucht habe er nie den Blinker gesetzt - und vor Gericht wehrt er sich gegen den Vorwurf, nicht geblinkt zu haben...

Mehrfach habe ich auch darauf hingewiesen, dass Ruthard Stachowske Schreiben an Behörden 2008 mit "approbierter psychologischer Psychotherapeut" für Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschrieben hat. Nach kritischen Fragen zu diesen Titeln ließ er sie wieder verschwinden.

Nun soll Stachowske diese vorläufigen Titel auch noch zurückgeben. Fordert der niedersächsische Zweckverband zur Approbationserteilung. Dagegen wehrt sich Stachowske am 2. November 2011 vor dem Verwaltungsgericht.

Bliebe ich im Bilde, müsste ich anmerken: Bald hat Stachowske auch kein Auto mehr?