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Mittwoch, 4. Juli 2012

Eine Spar-Maus

Überraschungspaket mit Sparschwein. Foto: Heinz-Peter Tjaden















Mit 6,22 Euro in Cent-Münzen

Einer meiner Nachbarn hat mich nach der Rückkehr von einer Radtour mit meinem Jagdterrier Mike Tjaden im Treppenhaus abgefangen. Er hielt ein Päckchen in der Hand.

"Habe ich für Sie in Empfang genommen."

Zwischen einer Menge zerknülltem buntem Papier kam eine Spar-Maus zum Vorschein und ein Brieflein von einem Kind, das einige Monate in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gewesen ist. Die Kleine schrieb: "Meine Mutter sagt, dass sie die verklagen wollen. Das Geld ist dafür."

Es sind 6,22 Euro in Ein-, Zwei-, Fünf- und Zehn-Cent-Münzen, die ich ebenfalls an das Mahngericht in Uelzen überweisen werde. Danke! Ich werde der Kleinen das Bilderbuch schicken, das ich mit einer 7-Jährigen aus Lübeck veröffentlicht habe.

Genug geheult

Das Bilderbuch

Mittwoch, 30. November 2011

Beschimpfung

30. November 2011
Einer Unbescholtenen

Jetzt nehmen wir einmal an: Ein Kind hat noch Geschwister in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG). Gelegentlich ruft dieses Kind in der Einrichtung an, manchmal auch das Jugendamt von Lüneburg. Würde man doch sagen: "Hör mal zu, Kleine. Wir tun alles, damit du deine Geschwister bald wiedersiehst." Niemand von uns würde deswegen als Jugendamtsmitarbeiter die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch anrufen. Bekäme man als Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg dennoch solch einen Anruf, würde man bestimmt den Ball flach halten und Verständnis äußern für ein Kind, das Sehnsucht nach seinen Geschwistern hat. Keinesfalls würde man dann auch noch eine Verwandte der Kleinen anrufen und ihr Vorwürfe machen.

Sagen TG-Kenner jetzt bestimmt: Ist doch typisch Ruthard Stachowske. Aber der ist fristlos entlassen worden. Die TG hat einen neuen Leiter, die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg eine neue Geschäftsführerin.

Müsste die Antwort lauten: Das soeben Geschilderte ist gestern geschehen. In einem Telefongespräch mit jener Verwandten fiel seitens der neuen Geschäftsführerin sogar das Wort "Strafantrag". Gegen wen? Gegen das Kind? Gegen die Verwandte? Warum macht sich die neue Geschäftsführerin nicht erst einmal schlau, bevor sie derartiges verkündet? Und dann verschickt sie auch noch eine mail an eine mit dem Fall gar nicht Befasste und gibt dort einen Hinweis, der diese Verwandte für Insider erkennbar macht! Der Vorname des Kindes steht auch drin...

Wäre jetzt die Geschichte zu Ende, wäre sie schon schlimm genug. Denn wieder weint deswegen ein Kind.

Leider aber: Fortsetzung folgt heute. Besagte Verwandte dieses Kindes ruft die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg an. Am Apparat ist eine Mitarbeiterin der neuen Geschäftsführerin. Die will die Verwandte nicht durchstellen. Denn - so ihre Auskunft: Die neue Geschäftsführerin wolle nicht mehr mit ihr sprechen. Sie lasse sich nicht erpressen.

Erpressung? Ist das ein Vorwurf, den man einfach so macht, ohne lange darüber nachzudenken? Nach mir die Sintflut?

Mittwoch, 2. November 2011

Tjaden-Superstar?

2. November 2011
Traue diesen Medien nicht mehr

Vor zwei Jahren hat mich ein Redakteur aus Lüneburg angerufen, warf mir vor: "Sie führen einen Privatkrieg gegen Stachowske." Das "Hamburger Abendblatt" hatte kurz davor behauptet, ich hätte wegen einer Klageandrohung klein beigegeben. Meinen Hinweis, dass diese Behauptung falsch sei, was man im Internet schnell feststellen könne, wischte der "Abendblatt"-Redakteur vom Tisch: "Ich sehe nicht ein, warum ich meinen Artikel korrigieren sollte."

In schöner Regelmäßigkeit erschienen in der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" Werbeartikelchen für die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch. Kamerateams mehrerer Fernsehsender eilten in die Einrichtung und lobten die Arbeit von Ruthard Stachowske als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Kritische Anmerkungen von Betroffenen wurden ignoriert.

Den Komplimente-Vogel schoss der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am 17. Oktober 2011 in "Hallo Niedersachsen" ab. Stachowske wurde in sein häusliches Büro gesetzt, kritisierte das Methadonprogramm von Bremen und sagte als laut NDR "erfolgreicher Therapeut", dass falsche Drogenpolitik bereits mehrere Todesopfer gefordert hätte.

Zehn Tage später tauchte der NDR beim Arbeitsgerichtsprozess Stachowske gegen Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg auf und nahm zur Kenntnis, dass Stachowske Anfang Juli 2011 fristlos entlassen worden war. Offenbar hatte jemand einen entsprechenden Bericht in der "Landeszeitung für die Lüneburger Heide" gelesen.

Taten wohl auch andere Medienvertreter. Die sich nun bei mir melden. Mein blog wird immer fleißiger gelesen. Auch vom NDR. Den soll ich anrufen.

Also: Ich rufe keinen Sender an, dem ich nicht mehr vertraue. Auch beim Zappen überspringe ich den NDR. Sonst würde ich mich bei jedem Beitrag fragen, was von dem Gesendeten richtig und was falsch ist.

Öffentlich-Rechtliche werfen den Privaten gern Mogeleien vor. Dieser Vorwurf kommt nun als Bumerang zurück. Denn der NDR hat am 17. Oktober 2011 ein Kind ins Fernsehbild gerückt, das an diesem Tag wahrscheinlich überall gewesen ist, nur nicht in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Denn dort hat Stachowske Hausverbot.

Ich habe den NDR zweimal gefragt, wo die Aufnahmen eines blonden Kindes, das durch ein Kinderzimmer läuft, entstanden sind. Ich bekam keine Antwort.

Wer als Redakteur Hintergrundinformationen benötigt, sollte meine beiden Broschüren lesen.