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Freitag, 18. März 2011

Das TG-Team

9. Februar 2011
Hereinspaziert - alle sehr qualifiziert?

"Hereinspaziert", steht Ruthard Stachowske als Leiter der Einrichtung sozusagen an der Internet-Tür der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch: "Hallo, schön dass du bei uns reinschaust. Wir wollen dir die Informationen geben, die wichtig sind, wenn du dich für eine Therapie entscheiden möchtest. Wenn du drogenabhängig bist und Kinder hast, kannst du bei uns Hilfe erhalten. Wir unterstützen dich auf deinem Weg in ein cleanes Leben und helfen gleichzeitig deinen Kindern in unserer Einrichtung. Wir nehmen aber auch Erwachsene ohne Kinder auf."

Informationen gibt gelegentlich auch der Anwalt von Ruthard Stachowske. Beispielsweise am 20. April 2010 dem Hamburger Landgericht. Da hat dieser Anwalt behauptet, das Team der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch sei qualifiziert, unter 10 Prozent seien - wie das nun einmal so üblich sei - Ex-Klienten. Dafür hat sich das Gericht allerdings überhaupt nicht interessiert, weil die Einrichtung gar nicht auf dem Prüfstand war.

Jede und jeder, die oder der jemals in dieser Einrichtung gewesen ist, bestreitet mir gegenüber diese Angaben der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Die bekommt nach Insiderinformationen jeden Monat 3 000 Euro für jedes Kind. Viele dieser Kinder sind aber gar nicht bei ihren Eltern, bei ihrem Vater oder ihrer Mutter. Möglicher Grund: Die sind längst wieder abgehauen. Haben das Sorgerecht verloren Von anderen Klienten und Teammitgliedern werden zurzeit 14 Kinder betreut. Dafür bekommen sie von der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch monatlich zwischen 100 und 450 Euro.

Schaut man mit Hilfe eines Eingeweihten hinter die Teamkulissen, dann entdeckt man:

In der Kinderförderung arbeiten A. B. (Ausbildung unbekannt), B. W. (Ausbildung unbekannt), M.  B. (Bürokauffrau), M.  (Friseurin), C. M. (Ausbildung unbekannt), M. K. (keine Ausbildung), S. (keine Ausbildung),  M. (keine Ausbildung) und zwei Praktikanten.

Für Buchhaltung und Verwaltung sind zwei Frauen zuständig, für die Medikamentenvergabe während des Nachtdienstes sorgen M. Ö. (keine Ausbildung), N. T. (Bürokauffrau, kein Vertrag) und Y. (Hauptschulabschluss, kein Vertrag).

In der Werkstatt arbeiten S. K. (keine Ausbildung, 400-Euro-Job von der Arge) und J. (keine Ausbildung, kein Vertrag).

In der Küche bruzzeln A. S. (keine Ausbildung) für 8 Euro netto in der Stunde und 7,5 Stunden in der Woche, außerdem zwei Klienten.

Winterdienst machen J. und S. Psychotherapeutisch aktiv werden C. T. (keine Ausbildung), C. D. (wahrscheinlich Diplom-Sozialpädagogin) und A. S., die etwas von ihrem Fach versteht.

Dann gibt es noch die Diplom-Sozialpädagogin H. G., die bei Energiefeldern anklopft, R. H. und Ruthard Stachowske (Dr. phil. und weiterer Titelträger).

Das Dach der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch bildet die Jugendhilfe Lüneburg. Neue Geschäftsführerin ist G. v. d. H., im November 2009 bei der Finneck-Stiftung als kaufmännischer Vorstand ihres Amtes enthoben, vormals nach Informationen aus Thüringen Dr. G. S.

Diesen Text haben die neue Jugendhilfe-Geschäftsführerin und der Anwalt von Ruthard Stachowske vorab per Fax zwecks eventueller Korrekturen bekommen. Beide reagierten nicht.

18. März 2011
Schluss mit Aschenputtel

C. T., die den Recherchen zufolge keine Ausbildung hat (weder die neue Jugendhilfe-Geschäftsführerin noch der Anwalt von Stachowske widersprachen), mausert sich in einer eidesstattlichen Versicherung, die sie gegenüber dem Hamburger Landgericht abgegeben hat. Sie behaupet, dass sie Dr. Lechner bei seinen wöchentlichen Visiten begleite und dabei mit einer "Arzthelferin vergleichbar" sei. Geboren ist sie in Aurich, einmal in der Woche richtig etwas geworden offenbar in Wilschenbruch...