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Freitag, 24. Februar 2012

Die Zombies

24. Februar 2012
Kinder grüßen nicht - beantworten keine Fragen

Ein jüngst in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) gedrehtes Video zeigt Kinder, die auf den Betrachter wie Zombies wirken. Ein "Zeit"-Artikel aus dem Jahre 2009 drängt sich ins Gedächtnis. Die Kleinen reagieren nicht auf  Fragen, eine Mutter sagt: "Die dürfen sie auch nicht beantworten." Drohungen gebe es immer noch. Wie zu Zeiten von Ruthard Stachowske, der die Einrichtung bis zum 4. Juli 2011 geleitet hat. Kinder seien in der Einrichtung, dann wieder für ein paar Tage in irgendeiner Außenwohnung der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch: "Widerspricht jemand, wird ihm mit Kindesentzug gedroht."

Den Schriftverkehr mit Jugendämtern führt weiterhin die Sozialpädagon A. S., die sich auch schon in der Ära von Stachowske so manche irrwitzige Stellungnahme geleistet hat. Hört man ihre aktuellen Texte, fallen einem viele Kinder ein, die inzwischen wieder zuhause sind und sich prächtig entwickeln, während ihres Aufenthaltes in der TG angeblich aber unter so vielen Störungen gelitten haben, dass einem angst und bange hätte werden müssen.

Eine Leserin und Betroffene, die heute dieses blog im Netz entdeckt hat, soll in Tränen ausgebrochen sein. "Da hat sich überhaupt nichts geändert", sei ihr Kommentar gewesen. Ungestörte Gespräche mit Familienmitgliedern könnten nicht geführt werden, "weil immer jemand dabei ist".

Wieder droht einer Mutter der Sorgerechtsentzug während ihres TG-Aufenthaltes. Ein Jugendamt steuert auf dieses Ziel zu, lässt weitere Familienmitglieder nicht ins Hilfesystem - Begründung: "Die sind nicht in der Lage, die Kinder von ihrer Mutter fernzuhalten." Und so was geschieht immer noch in einer Einrichtung, die angeblich familienorientiert arbeitet?