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Montag, 2. Mai 2011

Solidarität

29. Januar 2011
Alle überweisen einen Euro

Gestern hat mich über Facebook ein weiterer Hilferuf erreicht. Derweil ließ der Anwalt von Ruthard Stachowske nicht nur mein Girokonto und mein Sparkonto bei der Sparkasse Wilhelmshaven sperren. Heute schickte er auch eine Gerichtsvollzieherin vorbei. Die geforderte Summe ist nach unserer Auffassung zwar falsch, aber das hilft erst einmal nicht weiter.

Außerdem scheint die Gegenseite zu vergessen, dass wir ein Viertel der ersten Klage gewonnen haben und gegen den Rest in Berufung gegangen sind. Deshalb haben wir nun ebenfalls einen Kostenfestsetzungsbeschluss beantragt. Sobald wir den Beschluss haben, könnten wir die gleichen Wege beschreiten wie der Anwalt von Ruthard Stachowske.

Inzwischen habe ich erneut an die Evangelische Hochschule für soziale Arbeit zu Dresden geschrieben. Dort ist der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch bekanntermaßen Honorarprofessor. Auch als solcher behauptet er: Tjaden ist mir nicht gewachsen. Da ich das anders sehe, habe ich wiederum eine öffentliche Veranstaltung in der Hochschule vorgeschlagen. Bisher kneift immer nur einer...

Toll fände ich es, wenn Betroffene und andere nun ein Zeichen setzen würden - mit monatlichen Überweisungen von jeweils einem Euro an den Anwalt von Ruthard Stachowske. Die Bankverbindung: Volksbank Uelzen, Konto 708 655 500, Bankleitzahl 258 622 92 (Empfänger: Springer, Speidel & Manning). Sobald die Überweisung erfolgt ist, bitte ich  um Mitteilung. Das Aktenzeichen lautet 01522.10/JS/k

Mitmachen könnten alle, die nicht damit einverstanden sind, dass in dieser Einrichtung Mütter von ihren Kindern getrennt werden, dass Mütter, die sich angeblich falsch verhalten haben, von der Gruppe isoliert werden oder in einer dunklen Ecke über sich selbst nachdenken sollen usw. usw.

Merkwürdige Randerscheinung: Vor fast einem Jahr hat Ruthard Stachowske mit einer völlig frei erfundenen Geschichte gegen mich ein Ordnungsmittel beantragt. Eine gerichtliche Entscheidung gibt es immer noch nicht. Deshalb haben wir beim Hamburger Landgericht nachgehakt.

2. Mai 2011
Antrag zurückgenommen

Den Ordnungsmittel-Antrag hat der Anwalt der Jugendhilfe Lüneburg und von Ruthard Stachowske inzwischen zurückgenommen. Bleibt noch ein Verfügungsverfahren in dem mir die Veröffentlichung eines Beschlusses des Hamburger Landgerichtes mit Kurzkommentar untersagt worden ist. Für dieses Verfahren hat der gegnerische Anwalt einen Kostenfestsetzungsbeschluss erwirkt. Die Kosten liegen bei über 1 900 Euro. Ich möchte nicht noch einmal erleben, dass mein Konto gesperrt wird.

Überweisungen haben veranlasst (Rückmeldungen per mail oder bei Facebook):

1. Lisa L., 29. Januar 2011, 12.40 Uhr, 1 Euro
2. Monika B., 30. Januar 2011,12.00 Uhr 1 Euro
3. Alexandra Isabella D., 30. Januar 2011, 1 Euro
4. Veronica, 31. Januar 2011, 1 Euro
5. Luca, 2. Februar 2011, 5 Euro
6. Harry, 3. Februar 2011, 1 Euro
7. Andrea, 8. Februar 2011, 10 Euro
8. A., 13. Februar 2011, 6 Euro
9. A., 1. Mai 2011, 15 Euro

Mittwoch, 26. Januar 2011

In Selbstherrlichkeit, Amen?

26. Januar 2011
Von der Freiheit des Christenmenschen

Dieser Mann ist Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit zu Dresden! Und im Lüneburger Stadtteil Wilschenbruch führt er eine Einrichtung in Selbstherrlichkeit? Amen?

Eine Ex-Klientin, die fast ein Jahr in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch verbracht hat, schildert das System Stachowske so: "Man kann dort mit niemandem reden, weil man immer Angst hat, dass man bei Gruppentreffen von irgend jemandem verraten wird." Also werde geschwiegen und wenn der Leiter der Einrichtung in der Nähe sei, allenfalls geflüstert.

In der evangelischen Kirche ist oft von der "Freiheit des Christenmenschen" die Rede. So habe uns Gott erschaffen, so sollten wir sein. Frei und fröhlich. Keine Duckmäuser, die Angst haben.

Angst habe sie in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch immer gehabt, sagt diese Mutter, die mit ihrem Jungen in der Einrichtung gewesen ist. Freiwillig. Schon bald sei ihr mit Kindesentzug gedroht worden. Immer wieder sei sie von ihrem Kind getrennt worden.

Inzwischen hat sie ein zweites Kind. Wieder ein Junge. Der quietscht im Hintergrund vor Vergnügen, fordert mich auf: "Sag tschüs, Mami." Dann ist der Kleine selbst am Apparat. Nach Stachowskes Theorie dürfte der Junge nicht so fröhlich sein wie er ist. Der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch behauptet nämlich gegenüber Behörden gern, dass seine Schutzbefohlenen ohne ihn nicht zurecht kämen.

Kommen viele aber. Und wie! Doch manchmal träumt diese Mutter noch von ihrer Zeit in Wilschenbruch. Gestern Nacht hat sie geträumt, Ruthard Stachowske werde bei einer Versammlung von Ehemaligen zur Rede gestellt.

Doch zur Rede gestellt wird er in einer Berufungsverhandlung. Diese Mutter will aussagen. Beispielweise: Bei einem Gespräch mit einem Jugendamt habe Stachowskes Mitarbeiterin S. behauptet, dass der Vater des Jungen ihr nie geschrieben habe. Dann wechselte sie die Einrichtung. Nachgeliefert worden sei ihr ein Schuhkarton mit Post, von der sie bis dahin keine Ahnung gehabt habe. Dazu hätten auch Briefe des Kindesvaters gehört.

Aussagen will auch ihre Mutter. Und zwar dies: Sie habe ihrer Tochter mehrmals kleinere Beträge überwiesen. Dazu die Ex-Klientin: "Dieses Geld habe ich nie bekommen."

Auf Vorwürfe dieser Art reagiert Ruthard Stachowske bislang so: "Stimmt alles nicht." Wie glaubwürdig ist aber ein Honorarprofessor, der über mich behauptet hat, ich sei nur kurze Zeit Redakteur gewesen und das vor langer Zeit? Der zudem behauptete, ich hätte eine Spur der Verwüstung durch die Zeugen Jehovas und durch die CDU von Burgdorf bei Hannover gezogen?

Die Antwort möge sich jeder selbst geben, denn: Ich bin seit 1981 Redakteur und mit Mitgliedern der Burgdorfer CDU befreundet...Und wenn es mir wirklich gelungen wäre, die Zeugen Jehovas auch nur irgendwie zu verwüsten, dann hätte das bestimmt in vielen Zeitungen gestanden...