Posts mit dem Label Drohungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Drohungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 8. September 2018

Zerstreuter Sia Guetta

Foto: NDR in einem Beitrag über
Internet-Trolle. Ist Sia Guetta
genauso hübsch?
Ein Troll bei Facebook

Er nennt sich Sia Guetta. Er hat bei Facebook eine öffentliche Gruppe eingerichtet, die sich "Betreutes Wohnen-oder: Zerstreutes Wohnen" nennt und erweckt den Eindruck, dass in dieser Gruppe mit mir über meinen Ratgeber "Zerstreutes Wohnen" diskutiert werden kann.

Sia Guetta veröffentlicht in dieser Gruppe widerliche Posts. Wie diesen: "Stoppen Sie!!! Aber um so besser es erfüllt mich und ich f...euch alle!!! Ja, es ist wahr!!! Erstens, meine Entschuldigung an meine Familie. Ja, ich habe Nacktfotos und Videos gemacht und ich habe auch in pornographischen Aufnahmen beteiligt, und ja, es ist meine Leidenschaft..."

Dieser Sia Guetta handelt in der Tradition von bloggern, die ich bereits hinlänglich gewürdigt habe. Sie sind aktiv geworden, als ich 2014 in Lüneburg für die Schließung der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) sorgte. Sie ließen mir anonyme Briefe zukommen, sie veröffentlichten im Netz die Namen von Kindern aus der TG mit Handynummern, die sie nur aus den Akten der Einrichtung haben konnten. Die TG ist 2012 der Step gGmbH Hannover geschenkt worden. 

Facebook hat glücklicherweise diese öffentliche Gruppe und die Kommentare sofort als Spam identifiziert und wieder gelöscht. Ich teilte Facebook inzwischen mit, dass ich mit diesen Veröffentlichungen nichts zu tun habe, die mit einem Link endeten, der wahrscheinlich zu noch Schlimmerem führte.

11.26 Uhr. Nun veröffentlicht dieser Troll seinen Beitrag immer wieder in der öffentlichen Gruppe und auf meinen Facebook-Seiten. So will er wahrscheinlich die Löschung meines Facebook-Accounts erreichen. Und warum hat er sich für "Zerstreutes Wohnen" entschieden? Weil diese Broschüre immer erfolgreicher wird? 

14 Uhr. Facebook hat den Troll gestoppt. 

Die Geschichte der anonymen Briefe 

Donnerstag, 7. November 2013

Von Stachowske gelernt?

Ich webkillere, du webkillerst, er, sie, es...

Ist denn schon wieder Mai? Den hatten wir in diesem Jahr doch schon. Im vorigen Jahr auch. Da spielte der ehemalige Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, Ruthard Stachowske, den Wonneproppen und bat mich ganz freundlich um die Löschung eines Beitrages über ihn auf www.wagniskinder.de. Den Sinn erkannte ich sogleich. Denn gemeldet hatte ich dort, dass der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, also seiner Arbeitgeberin, die Verbreitung einer falschen Behauptung über mich vom Hamburger Landgericht verboten worden war. Die wollte Stachowske gern auf seinen persönlichen Seiten übernehmen. Ich spielte mit diesem Sozialpädagogen ein wenig Katze und Internet, bis er feststellte, dass in der Mausefalle alles Käse war. Schon war ich die von Stachowske eingeschalteten Webkiller wieder los.

Mein Beitrag von damals

Damals war Gisela van der Heijden noch Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg. Sie hatte Stachowske Anfang Juli 2011 fristlos entlassen. Der kehrte allerdings nach einem gewonnenen Arbeitsgerichtsverfahren wieder in die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg zurück, weil die Kündigung schlicht und einfach schlampig begründet worden war. Gisela van der Heijden packte ihre Koffer und wurde Geschäftsführerin des Roten Kreuzes in Erding. Wie gründlich sie in der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg aufräumen wollte, hatte sie inzwischen wieder vergessen. An ihrer neuen Wirkungsstätte angekommen, behauptete sie gegenüber einer Zeitung, in Lüneburg habe sie einen sehr interessanten Job gehabt. Ihr neues Team informierte sie über alle Vorfälle in der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, erzählte sie später einer Bekannten von mir.

Hat sie doch nicht alles erzählt? Oder warum bekomme ich heute diese mail?

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Auftraggeber Frau van der Heijden, Gisela beauftragte unseren Servicedienst „web-killer.de“, da dieser die Entfernung des unten stehenden Inhaltes anstrebt. Deshalb bitten wir Sie höflichst um Löschung/Entfernung des folglich benannten Online-Inhaltes:

http://kommissarinternet.blogspot.de/2011/09/tg-wilschenbruch.html

Im Namen unseres Auftraggebers bitten wir Sie nun eindringlich darum, die Seite zu entfernen oder zumindest seinen vollen Namen dort nicht mehr zu nennen. Unser Unternehmen hat sich auf Reputationsmanagement spezialisiert und möchte den Ruf seiner Kunden schützen. Viele verärgerte Personen und Unternehmen gehen den direkten Weg über einen Rechtsanwalt, doch für Webseiten- und Blogbetreiber ist dies häufig nicht nur mit Kosten, sondern auch unnötigem Ärger verbunden. web-killer.de möchte dies vermeiden und bemüht sich direkt beim Seitenverantwortlichen, bzw. Hosting-Provider unter kooperativer Grundlage um Entfernung. Namentliche Einträge im Internet können oft negative Folgen für den Beruf, die Karriere, sowie das Privatleben nach sich ziehen. Wir weisen Sie vorsorglich daraufhin, das die Rechtslage in diesem Fall ungeprüft ist und durch uns auch nicht beurteilt oder bewertet wird. Bitte nehmen Sie unser Schreiben daher als freundliche Bitte zur Kenntnis, anstatt als „Forderung“. Denn dies würde unseren Geschäftsprinzipien widersprechen. Allerdings steht es unserem Kunden ggf. frei, sich an unsere Kooperationskanzlei zu wenden und sich rechtlich vertreten zu lassen. Bitte teilen Sie uns Ihre Entscheidung mit, damit unser Auftraggeber über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Geben Sie bei Rückantworten stets das Aktenzeichen an! Bei Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung und bedanken uns für Ihr Verständnis und Ihre Zeit.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr web-killer.de Team

C.L.I.C.K.O.N.M.E.D.I.A UG (haftungsbeschränkt)
Garmischer Straße 4
80339 München
Deutschland / Germany

Seltsam ist dieses Ansinnen nicht nur, weil die Webkiller ungefähr so gefährlich sind, wie eine Fliege, die sich auf eine heiße Herdplatte setzt, um beim Kochen zu stören, sondern auch, weil es in diesem Beitrag gar nicht um Gisela van der Heijden geht, sondern um anonyme Schmierfinken, die damals einen ehemaligen Klienten der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch bedroht haben. Das fand van der Heijden in jenen Tagen "furchtbar". Möglicherweise aber geht es der heutigen Geschäftsführerin des Roten Kreuzes in Erding gar nicht um diesen Beitrag, sondern um den Link am Ende, der zu einem anderen Artikel führt.

Wie dem auch sei: Gisela van der Heijden lenkt nicht nur meine Aufmerksamkeit auf eine alte Geschichte. Oder glaubt sie etwa, dass ich mich von ihr mit solchen Vorstößen einschüchtern lasse? Sollte sie wegen dieser Veröffentlichung mit einer gewissen Verspätung Probleme bekommen haben, hätte sie mich anrufen können. Darauf hat sie möglicherweise verzichtet, weil ich sie sonst an nicht gehaltene Versprechen erinnert hätte...


Samstag, 4. Mai 2013

Der Nächste, bitte!

Immer mehr anonyme Blogs im Netz

Erst ein Ex-Klient, der bedroht wird, dann die ehemalige Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, Gisela van der Heijden, nun auch noch ein dritter Betroffener. Die Zahl der Blogs, die anonym ins Netz gestellt werden, steigt weiter. Doch eins ist neu: Die Autoren schreiben sich selbst Kommentare.

Einer lautet:

"Hallo Robin,
nun habe ich endlich verstanden, wieso sich U. damals selbst angezeigt hat.
Ich habe den Blog ...gefunden und gelesen. (Anmerkung: Es handelt sich um ein anonymes blog, nicht um ein blog von mir. Ich veröffentliche im Netz nichts Anonymes.)
Ist euer Kontakt zu Tjaden mittlerweile so schlecht, dass er die von euch gelieferten Informationen unter falscher Flagge einstellen muss? (Anmerkung: Mir sind keine Informationen über U. geliefert worden, die ich unter "falscher Flagge" ins Netz stellte. Wer Robin sein soll, weiß ich ebenfalls nicht.)
Gibt es verbindungen zwischen U. und Tjaden, aus dem Hannoveraner Raum und dem gleichen Betätigungsfeld? (Anmerkung: Als Journalist habe ich gelernt, dass es keine dummen Fragen gibt. Hier muss ich eine Ausnahme machen.)
Oder handelt Tjaden aufgrund persönlicher Kränkungen in einem nicht abgesprochenen Alleingang? (Anmerkung: Alleingänge gibt es laut Stachowske, ehemals Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, nicht. Nach seiner Auffassung wird alles von der Kinderporno-Industrie zumindest beeinflusst.)

Interessant ist ja auch, wie er verschleiern möchte, dass ihm selbst all diese Dokumente vorliegen, die er bereits auzugsweise veröffentlicht hat. (Anmerkung: Ich veröffentliche keine Dokumente ohne Absprache. Das gilt auch für die auf bilderstorys.blogspot.com veröffentlichten Auszüge.)
Eigentlich ist es ein geschickter Schachzug, schon wieder Stachowske dafür verantwortlich zu machen, aber selbst der hat mehr Stil." (Anmerkung: Dieser Satz ist verräterisch...Oder warum verteidigt dieser Kommentator Stachowske gegen einen Vorwurf, der erst noch von der Staatsanwaltschaft in Lüneburg geprüft werden müsste?)

Butter bei die Fische



Mittwoch, 25. Juli 2012

Bei Maischberger

Esoterik: Unsinn, der hilft - oder gefährlicher Unfug?

Wenn eine Frau von Sinnen ist und ein Pastor die Fliege machen musste, weil er Wasser besprach, damit es teurer ist als vorher, dann legt Maischberger den Kopf schief, weil sie eigentlich jede Talkshow allein bestreiten könnte und die Menschen, die sie einlädt, eher überflüssig sind, aber bei solchen Sendungen leider auch dann dabei sein müssen, wenn es um Esoterik geht. Dabei handele es sich um ein Milliardengeschäft, erfuhr das staunende Publikum, das bislang jedes Horoskop in der Tageszeitung übersehen hat. Schon wird eine Frau eingeblendet, die für derlei Unsinn als Esoteriksüchtige 10 000 Euro los geworden ist. Der hätte man einen Anwalt empfehlen sollen, der dieses Geld zurückfordert, weil niemand für einen Blick in die Zukunft bezahlen muss, denn laut Bürgerlichem Gesetzbuch handelt es sich dabei um eine unmögliche Dienstleistung.

"Unsinn, der hilft?" war die Frage, die bis Sendeschluss von niemandem überzeugend beantwortet wurde. Wieder einmal ist ein spannendes Thema verschenkt worden, weil es immer falsch angepackt wird. Wann widmet sich endlich einmal jemand den folgenden Fragen: Wie schaffen Hellseher, Astrologen und Kartenleger Abhängigkeitsverhältnisse? Was geschieht, wenn Esoteriker mit Kritik konfrontiert werden?

Zu den Studiogästen von Maischberger gehörte die Kartenlegerin Sylvie Kollin. Deren Fähigkeiten habe ich vor knapp 20 Jahren bei einem Skatturnier der Kreissparkasse Hannover kennengelernt. Eingeladen worden war sie, weil dieses Turnier an einem Freitag, dem 13., stattfand. Jedem sagte sie die Zukunft voraus, mir prophezeite sie großen Reichtum. Sylvie Kollins Auftritt war als Gag gedacht, was alle begriffen hatten - nur diese Kartenlegerin nicht.

Ein halbes Jahr später legte sie den Besucherinnen und Besuchern eines Festes in Burgdorf bei Hannover die Karten. Ich nutzte die Gelegenheit für einen zweiten Versuch. Zukünftiger Reichtum war mir nicht mehr beschieden. Dewwegen erinnerte ich Sylvie Kollin an ihre Propheizeiung beim Skatturnier der Kreissparkasse Hannover. Da fuhr sie aus der Haut, ich verabschiedete mich. Sie rief mir hinterher: "Sie sollten zuhause anrufen. Ihr Vater ist schwer krank."

Wäre ich ein Abergläubischer, hätte ich in diesem Moment einen großen Schrecken bekommen. Da ich das nicht bin, verbat ich mir diese Unverschämtheit. Dann kam mir die Idee für ein Buch, das 1995 unter dem Titel "Für die Hellseherin wird es dunkel" erschienen ist. Jedes Medium, jede Kartenlegerin und jede Astrologin sagte mir eine andere Zukunft voraus, ganz nebenbei wurde aus mir ein Auserwählter, der mit knapp drei Dutzend anderen Auserwählten diese Erde retten soll. Als der Verlag mit der Werbung für mein Buch begann, bekam ich Anrufe, in denen mir Esoteriker mit Gewalt und anderem Ungemach drohten. Ein Medium schaltete einen Anwalt ein. Der sollte die Veröffentlichung von angeblichen Durchsagen aus dem Jenseits verhindern, die mir von seiner Mandantin schriftlich übermittelt worden waren.

Esoterik - "ein Unsinn, der hilft"?