11. März 2010
Wo ist diese Mutter eigentlich wirklich?
Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch, eine Einrichtung der Jugendhilfe Lüneburg, hat vor Monaten der Internet-Öffentlichkeit vorgejammert, sie sei Opfer von Cyberstalking und Psychoterror. Gemeint sind damit kritische Berichte über einige Methoden, die dort Ehemaligenberichten zufolge angewendet werden: Trennung der Kinder von ihren Müttern, die Zerstörung von Partnerschaften, die Isolation von Patienten, die wegen angeblichen Fehlverhaltens in "Klausur" geschickt werden und dort bis zu drei Monate verbringen, in dieser Zeit ihre Kinder nicht einmal grüßen dürfen.
Verlinkt wurden auf den von Matthias Lange, Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg, verantworteten Seiten sogar Kripo-Informationen über Cyberstalking, als seien die Kritikerinnen und Kritiker Belästiger, die in Wilschenbruch herumlungern oder täglich anrufen.
Als Belästiger wurden in diesem Blog der Therapeutischen Gemeinschaft auch Großeltern und Eltern diffamiert, die seit Monaten keinen Kontakt mehr zu ihrer Tochter und ihrer Enkelin hatten. Bis es zu einer Gerichtsverhandlung kam. Zwei Tage später machte sich diese Mutter mit ihrem Kind aus dem Staub, ist wieder bei ihrer Familie, weil ihr vor Gericht die Augen geöffnet wurden. Das ist einige Monate her!
Ist das etwa Anlass für die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch, endlich einen Bericht aus dem Netz zu nehmen, der angeblich auf Schilderungen dieser Mutter beruht? Keinesfalls. Leserinnen und Leser des Beitrages müssen den Eindruck haben, diese Mutter und ihr Kind seien noch in der Einrichtung. Offenbar gelten in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch nicht einmal die einfachsten Regeln des Anstandes und der Ehrlichkeit. Die Bitte, diesen Beitrag zu löschen, wird ignoriert.
Schon allein diese Tatsache wirft ein Licht auf diese Einrichtung, dass eigentlich alles andere im Dunkeln bleiben könnte. Dies zu wissen, müsste jedem reichen, um zu sagen: Von denen lasse ich die Finger! Die akzeptieren doch nicht einmal eine freie Entscheidung, sondern tun gegenüber der Öffentlichkeit so, als habe es diese nie gegeben.
Eine freie Entscheidung des Leiters der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch ist es gewesen, mehrere mit Abmahnungen, Unterlassungserklärungen, einstweiligen Verfügungen, Klagen und merkwürdigen Briefen zuzupflastern. Drei Termine gibt es deswegen bereits vor dem Landgericht in Hamburg. Werden die etwa abgewartet? Auch keinesfalls. Zwischenzeitliche Erfolge, die gar keinen Bestand haben müssen, nutzt der Leiter der Einrichtung für Auffordeungen, doch schon einmal den Gerichtsvollzieher loszuschicken, um Forderungen einzutreiben, die nach dem 20. April 2010 - also nach den Widerspruchsverfahren - möglicherweise gar nicht existent sind.
So benimmt sich niemand, der sich seiner Sache sicher ist. Nun beschäftigt sich auch das Bundesjustizministerium mit der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Werden auch diese Nachforschungen als Psychoterror eingestuft?
"Hier endet euer Prinzip der Hoffnung" (Ruthard Stachowske) Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch ist 2014 geschlossen worden.
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Dienstag, 6. April 2010
Sonntag, 6. Dezember 2009
Bewusste Täuschung
24. November 2009
Noch in der Einrichtung - oder doch nicht?
Noch einmal wiederholt und zum Mitschreiben: Auf die Kritik im Netz reagiert der Leiter der Einrichtung nicht nur mit Anwaltsschreiben in Fließbandproduktion, die Therapeutische Gemeinschaft hat auch ein neues blog ins Internet gestellt. Dort erscheinen Erfahrungsberichte. Wie glaubwürdig sind die eigentlich? Darf man die Einrichtung nicht fragen. Man bekommt keine Antwort.
Doch einen Bericht kann man auf den Prüfstand stellen. In dem steht: „Zur Zeit ist es auch so, dass ich wieder in einer ziemlichen Krise stecke und dafür wieder kämpfen muss, um da rauszukommen. Im Moment kommt von außerhalb ein starker Druck rein, es wird von meiner Familie bzw. meiner Mutter wie auch Schwestern usw. nicht akzeptiert, dass ich die Therapie mache und dass es mir dadurch einfach besser geht. Mit allen Mitteln wollen sie, dass ich in das alte Leben zurück komme, mit allen Mitteln.“
Frage: Klingt das so, als sei diese Mutter in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch? Frage für sich selbst beantworten, weiter lesen. Nächste Frage: Klingt das so, als werde auf diese Mutter von außen Druck ausgeübt? Frage für sich selbst beantworten, weiter lesen. Dritte Frage: Verbergen sich in diesen Zeilen schwere Vorwürfe gegen die eigene Familie? Frage für sich selbst beantworten, weiter lesen.
Nun darf gestaunt werden: Diese Mutter hat vor einigen Wochen mit ihrem Kind die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch verlassen, weil sie „es dort nicht mehr aushielt“. Eltern und Geschwister kümmern sich um sie, das Jugendamt hat eine Betreuerin eingesetzt und versichert: Der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch kann sagen was er will. Auf den hören wir nicht mehr.
Dennoch wird die Familie im blog der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch weiterhin - anonym - verleumdet. Die angebliche Verfasserin hat eigenen Angaben zufolge gar nicht gewusst, dass diese und weitere Zeilen im Netz stehen. Sie basieren auf einem privaten Brief, der mir vorliegt.
Fordert man die Einrichtung auf, diesen Bericht endlich zu löschen - bekommt man ebenfalls keine Antwort.
Noch in der Einrichtung - oder doch nicht?
Noch einmal wiederholt und zum Mitschreiben: Auf die Kritik im Netz reagiert der Leiter der Einrichtung nicht nur mit Anwaltsschreiben in Fließbandproduktion, die Therapeutische Gemeinschaft hat auch ein neues blog ins Internet gestellt. Dort erscheinen Erfahrungsberichte. Wie glaubwürdig sind die eigentlich? Darf man die Einrichtung nicht fragen. Man bekommt keine Antwort.
Doch einen Bericht kann man auf den Prüfstand stellen. In dem steht: „Zur Zeit ist es auch so, dass ich wieder in einer ziemlichen Krise stecke und dafür wieder kämpfen muss, um da rauszukommen. Im Moment kommt von außerhalb ein starker Druck rein, es wird von meiner Familie bzw. meiner Mutter wie auch Schwestern usw. nicht akzeptiert, dass ich die Therapie mache und dass es mir dadurch einfach besser geht. Mit allen Mitteln wollen sie, dass ich in das alte Leben zurück komme, mit allen Mitteln.“
Frage: Klingt das so, als sei diese Mutter in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch? Frage für sich selbst beantworten, weiter lesen. Nächste Frage: Klingt das so, als werde auf diese Mutter von außen Druck ausgeübt? Frage für sich selbst beantworten, weiter lesen. Dritte Frage: Verbergen sich in diesen Zeilen schwere Vorwürfe gegen die eigene Familie? Frage für sich selbst beantworten, weiter lesen.
Nun darf gestaunt werden: Diese Mutter hat vor einigen Wochen mit ihrem Kind die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch verlassen, weil sie „es dort nicht mehr aushielt“. Eltern und Geschwister kümmern sich um sie, das Jugendamt hat eine Betreuerin eingesetzt und versichert: Der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch kann sagen was er will. Auf den hören wir nicht mehr.
Dennoch wird die Familie im blog der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch weiterhin - anonym - verleumdet. Die angebliche Verfasserin hat eigenen Angaben zufolge gar nicht gewusst, dass diese und weitere Zeilen im Netz stehen. Sie basieren auf einem privaten Brief, der mir vorliegt.
Fordert man die Einrichtung auf, diesen Bericht endlich zu löschen - bekommt man ebenfalls keine Antwort.
Samstag, 28. November 2009
Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (XXVIII)
Prüfstand für einen Erfahrungsbericht
Wieder lautet das Motto „Bild dir deine Meinung“. Auf die seit Monaten geäußerte öffentliche Kritik an der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch reagiert die Einrichtung mit einem eigenen blog, der von Matthias Lange, Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin dieser Einrichtung, verantwortet wird. Gepflegt werden die Seiten von einem gewissen Marc, der in einer Außenwohnung lebt und nur positive Kommentare zulässt. Dazu gesellen sich Erfahrungsberichte. Einer begint so:
„Ich bin seit zwei Jahren in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch! Ich bin hier, da ich stark drogenabhängig war und eine sehr starke Abhängigkeit zu meiner Mutter hatte. Was ich denke, ist, dass ich ziemlich viel gelernt habe. Ich habe ein richtig gutes Verhältnis zu meiner Tochter bekommen und kann mittlerweile drogenfrei leben. Wie ich denke, hatte ich überall Höhen wie auch Tiefen, wo ich auch durch meine starke Abhängigkeit von Drogen und auch von meiner Familie fast wieder rückfällig geworden wäre, da ich diesen physischen Druck kaum noch aushalten konnte und es mir dadurch nicht gut ging.“
Klingt dramatisch. Eine Mutter gefährdet das Wohl einer ehemals drogenabhängigen Tochter. Zusammengeschrieben worden ist diese Geschichte aus einem handschriftlichen Brief, der so endet:
Das klingt noch dramatischer. Doch: Die Verfasserin dieses Briefes ist gar nicht mehr in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Sie hat die Einrichtung verlassen, weil sie es dort eigenen Angaben zufolge nicht mehr aushielt. Ihre Tochter nahm sie mit. Die Veröffentlichung im blog der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch geschah - sagt sie - hinter ihrem Rücken.
veröffentlicht am 27. Oktober 2009
Wieder lautet das Motto „Bild dir deine Meinung“. Auf die seit Monaten geäußerte öffentliche Kritik an der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch reagiert die Einrichtung mit einem eigenen blog, der von Matthias Lange, Geschäftsführer der Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin dieser Einrichtung, verantwortet wird. Gepflegt werden die Seiten von einem gewissen Marc, der in einer Außenwohnung lebt und nur positive Kommentare zulässt. Dazu gesellen sich Erfahrungsberichte. Einer begint so:
„Ich bin seit zwei Jahren in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch! Ich bin hier, da ich stark drogenabhängig war und eine sehr starke Abhängigkeit zu meiner Mutter hatte. Was ich denke, ist, dass ich ziemlich viel gelernt habe. Ich habe ein richtig gutes Verhältnis zu meiner Tochter bekommen und kann mittlerweile drogenfrei leben. Wie ich denke, hatte ich überall Höhen wie auch Tiefen, wo ich auch durch meine starke Abhängigkeit von Drogen und auch von meiner Familie fast wieder rückfällig geworden wäre, da ich diesen physischen Druck kaum noch aushalten konnte und es mir dadurch nicht gut ging.“
Klingt dramatisch. Eine Mutter gefährdet das Wohl einer ehemals drogenabhängigen Tochter. Zusammengeschrieben worden ist diese Geschichte aus einem handschriftlichen Brief, der so endet:
Das klingt noch dramatischer. Doch: Die Verfasserin dieses Briefes ist gar nicht mehr in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Sie hat die Einrichtung verlassen, weil sie es dort eigenen Angaben zufolge nicht mehr aushielt. Ihre Tochter nahm sie mit. Die Veröffentlichung im blog der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch geschah - sagt sie - hinter ihrem Rücken.
veröffentlicht am 27. Oktober 2009
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