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Dienstag, 19. Februar 2013

Ich hoffe

Die Zeit geht nie vorbei

Ist der Titel eines Videos, das eine 14-Jährige ins Netz gestellt hat. Damit meint sie ihre Schulzeit.  Veröffentlicht hat sie fröhliche Bilder. Die sich Ruthard Stachowske als ehemaliger Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch und seine ehemaligen Führungskräfte Arnhild Sobot und Heidrun Girrulat eigentlich anschauen müssten. Anschließend wäre eine Entschuldigung fällig.

Dieses Mädchen ist einige Wochen in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gewesen. Die Mutter holte ihre Tochter mit Hilfe des Jugendamtes und des Familiengerichtes dort heraus. Was Stachowske, Sobot und Girrulat rückgängig machen wollten. Dazu dachten sie sich allerlei Gefahren aus, die dem Kinde angeblich drohten, wenn es die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch verließe. Doch das Jugendamt verließ sich schon nicht mehr darauf, dass dem Geschwafel sozialpädagogisch Verwirrung Stiftender irgendeine Bedeutung beizumessen ist. Zumal dieses Geschwafel aus einem Schreibautomaten kam. Das nächste Kind, die gleiche Diagnose...

Zugegeben: Wer von sich selbst abschreibt, ist kein Plagiator. Er ist Duplikator. Der erfindet immer nur, der erfindet sich nie neu. Die gleiche Wirkung hat Rauschgift. Der Mensch wird eindimensional. Die Gedanken kennen nur noch eine Richtung. Das Sein hängt an einem seidenen Faden. Bis dieser seidene Faden im schlimmsten Fall auf einer Bahnhofstoilette reißt. Oder sich gewisse Leute dieses Sein unter den Nagel reißen. Wofür die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch nur ein Beispiel ist.

Der Weg aus der Sucht ist steinig und erfordert Kraft. Die nur wenige aus sich selbst beziehen. Selbst wieder auf die Beine kommen wollen, ist übrigens in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch streng verboten gewesen und wurde hart bestraft. Mit Kindesentzug. Mit Isolation. Mit Geschrei. Mit Gewalt. Mit weiteren Strafen. Wer sich so was ausdenkt, der darf gar nicht zur Kenntnis nehmen, dass es solche Kinder gibt, wie die eingangs erwähnte 14-Jährige. Ich kenne viele davon.

Während man auf die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch einige Zeilen aus einem Gedicht von Erich Kästner münzen könnte.

Was euch misslang, wird uns gelingen.
Das Ziel, das wir erreichen werden, heißt:
Die Welt zu ihrem Glück zu zwingen!

Was sollen denn die Güte und der Geist,
wenn sich ihr Wesen nur an denen,
die selber gut und weise sind, erweist?

Das Glück der Welt, das wir so sehr ersehnen,
wird durch die Sehnsucht nicht erreicht.
Das Glück der Menschheit kostet Blut und Tränen!

Der Chronist resümiert:

Du liebst die Menschen nicht. Du hast es leicht.

Das ganze Gedicht hier lesen

Sonntag, 8. Juli 2012

Das Netzwerk

Heiligengeiststraße 41 in
Lüneburg. Der neue Sitz
von Stachowskes Institut.
Mehr hier
Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 7. Juli 2012
Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 7. Juli 2012


Esoterik - das Milliardengeschäft

Das von Heidrun Girrulat und Ruthard Stachowske geleitete Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT) firmiert nicht mehr unter Stachowskes Privatadresse. Das Institut und die ehemalige Stellvertreterin von Ruthard Stachowske in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch residieren nun in Lüneburg in der Heiligengeiststraße 41.

Girrulat und Stachowske propagieren die Energiefeldtherapiemethode, die sie schon in der Therapeutischen Gemeinschaft angewendet haben, bis die Geschäftsführung der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg ein Verbot aussprach.  Einmal in der Woche vorbeischauender Arzt der Einrichtung war seinerzeit Dr. Volker Lechner, der in mails an die Geschäftsführung sehr erbost auf dieses Verbot reagierte und sich auch nicht mit dem Gedanken anfreunden konnte, fortan nicht mehr Arzt der Einrichtung zu sein.

IMFT steht aber auch für eine sportliche Veranstaltung. Nennt sich Internationale Main Franken Tour. Die Veranstalter müssen inzwischen kleinere Brötchen backen. Auch Heidrun Girrulat soll hin und wieder die Auffassung vertreten haben, dass die Therapiebrötchen in Wilschenbruch zu klein seien. So berichtet ein Kind von Gesprächen mit Girrulat, die stets mit dem Ratschlag geendet haben sollen: "Hau ab. Hier kann dir niemand helfen." Ähnliches kolportiert auch ein männlicher Ex-Klient.  Nach seinen Angaben hat er die Einrichtung verlassen müssen, weil er sich gewünscht habe, eines Tages einen BMW zu fahren. Adidas soll in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch ebenfalls als dekadent gegolten haben. Erzählen weitere Ex-Klientinnen und Ex-Klienten.

Nach Angaben von Girrulat und Stachowske sind die Erkenntnisse, die sie bei der Institutsarbeit gewonnen haben wollen, in ihre Arbeit in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch eingeflossen. Als ich deswegen im Jahre 2009 die Vermutung äußerte, dass die Klientinnen und Klienten in der Einrichtung ungewollt an Forschungsvorhaben teilnehmen, wollte mir Stachowske diese Vermutung verbieten lassen. Darauf hat er jedoch verzichtet.

Das bereits vorhandene IMFT-Netzwerk wird derweil immer größer. Esoterik ist ein Milliardengeschäft.

Siehe auch





Freitag, 10. Februar 2012

Beeindruckend

10. Februar 2012
Das Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT)

"Unsere Ausbildungsorte befinden sich in Bremen und in Lüneburg (Niedersachsen, Nähe Hamburg)." Stellt man sich doch gleich beeindruckende Gebäude vor, in denen das Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT) an der Weser und an der Ilmenau untergebracht ist. Sicherlich auch heute diskutieren dort Wissenschaftler in einem sonnendurchfluteten Besprechungsraum über die nächsten Projekte. Könnte man denken.

Und wie lautet die Institutsadresse laut IMFT-Impressum? Die ist mir hinlänglich bekannt. Es handelt sich um die Privatadresse von Ruthard Stachowske, ehemals Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch und Sozialpädagoge, über den ein Ex-Anwalt auch schon einmal behauptet hat, der sei promovierter Psychologe. Wäre das so, hätte es kürzlich nicht den Streit um den von Stachowske geführten Titel "approbierter psychologischer Psychotherapeut für Erwachsene" gegeben, der dazu führte, dass Stachowske diesen Titel aus seinem Lebenslauf gestrichen hat.

Bleibt Bremen. Und ein Blick auf die Internetseiten der IMFT-Geschäftsführerin Heidrun Girrulat. Die zählt zu ihrem Netzwerk die Volkshochschule in Bremen. Das ist also der Ausbildungsort. Zurück auf die IMFT-Seiten. Dort erfährt man über den Ausbildungsort in Lüneburg: "Ort:  in Lüneburg, der Ort wird bei der Vereinbarung abgestimmt."

Könnte bedeuten: Im IMFT-Gebäude gibt es wegen unzähliger Forschungsaufträge keinen freien Raum für die Ausbildung von Therapeuten. Muss es aber nicht bedeuten. Denn Stachowske und Girrulat brauchen gar kein beeindruckendes Gebäude. Die sind zu zweit, das dritte Teammitglied hat auch noch in Weinheim und gelegentlich in China zu tun. Drängt sich die Frage auf: Warum steht auf den IMFT-Seiten nicht "Unsere Ausbildungsorte befinden sich in Bremen, Lüneburg (Niedersachsen, Nähe Hamburg) und Peking (China, Nähe Japan)"?

Ist wahrscheinlich alles nur ein Rollenspiel - das ich aus meiner Kindheit kenne. Da bin ich gelegentlich von meiner kleinen Sandkasten-Freundin zum Vater unserer beiden Kinder ernannt worden. Wie Ruthard Stachowske von Heidrun Girrulat zum Institutsleiter und Heidrun Girrulat von Ruthard Stachowske zur IMFT-Geschäftsführerin ernannt worden ist?

Fehlt ein Blick auf die Ausbildungsangebote des Institutes für mehrgenerationale Forschung und Therapie. Dort steht: "Unterrichtsort: auf Anfrage, auch als Inhouse-Seminar möglich." Was ist denn nun ein Inhouse-Seminar? Auf jeden Fall kein Seminar, das draußen stattfindet. Bei jedem Lehrgang sind immer Wände drum herum.

Des Rätsels Lösung: Ausbilder bieten Seminare an, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen, Organisationen oder Verbände abgestimmt sind. Richtig: Dafür benötigt das IMFT keine beeindruckenden Gebäude in Lüneburg, Bremen und Peking. Deshalb gibt es die auch nicht...

Mittwoch, 18. Januar 2012

EHS Dresden

18. Januar 2012
Da ist dieser Mann Honorarprofessor

"Das ImFT ist 1996 gegründet worden und wird heute von Heidrun Girrulat und Ruthard Stachowske geleitet." Steht auf den neu gestalteten Internet-Seiten des Instituts für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT). Vorgestellt wird Girrulat als "stellvertretende Leitung einer großen vollstationären Drogenhilfeeinrichtung für Familien". Damit gemeint ist die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch (TG). Vor der fristlosen Entlassung von Stachowske als TG-Leiter ist Girrulat dessen TG-Stellvertreterin gewesen, jetzt die von Wilfried Osterkamp-Andresen. Außerdem ist sie also IMFT-Geschäftsführerin. Vorher war sie Teammitglied des Institutes.

Seit längerer Zeit beklagt sich die neue Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg Gisela van der Heijden darüber, dass in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch die "Stachowske-Mäuse"  auf den Tischen tanzen. Sie ignorieren demnach Anweisungen, erscheinen nicht zu Besprechungen. Ex-Klienten berichten, dass sie in Lüneburg von Girrulat angesprochen worden seien, weil sie habe wissen wollen "Kennt ihr den Tjaden?"  und wohl deshalb ist sie von Stachowske befördert worden.

Der schreibt in seinem nigelnagelneuen IMFT-Steckbrief: "1993 habe ich die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch gegründet, eine der wenigen Eltern-Kind-Einrichtungen in Deutschland, in denen drogenabhängige Eltern zusammen mit ihren Kindern an stationären psychotherapeutischen Prozessen teilnehmen." Den Hinweis, dass seine TG-Zeit im Juli 2011 zu Ende gegangen ist, hat er gestrichen.

Während Girrulat und Stachowske im IMFT enger zusammenarbeiten denn je, werden seine anonymen Unterstützer im Netz immer frecher. Seit ein paar Tagen werfen sie Gisela van der Heijden "Korruption" vor und behaupten, dass die TG nicht mehr "alle finanziellen Transaktionen" offenlege. So sei einem Mitarbeiter ein Auto geschenkt worden, was möglicherweise nirgendwo in den Büchern vermerkt sei.

Aus Schriftsätzen des Anwaltes von Stachowske ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass der fristlos entlassene TG-Leiter durchaus als Meister im Verdrehen von Tatsachen bezeichnet werden kann und sich notfalls auch auf anonym veröffentlichte Dokumente beruft, in denen auch die Namen von Kindern stehen.

Allzu gern weist Stachowske darauf hin, dass er Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Dresden ist. Weil er genau weiß, dass diese Hochschule alles deckt, was er tut? Da sollte man einmal eine altehrwürdige Universität fragen...

Freitag, 18. November 2011

Dreckspatzen

18. November 2011
Wippen auf der Verleumdungsleitung

Jetzt wippen die Dreckspatzen auf der Verleumdungsleitung und schlagen so wild mit den Stachowske-Flügeln, dass ein Kommentator heute Morgen Fragen an mich gerichtet hat, um nicht den Halt zu verlieren. Die Fragen beziehen sich auf eine Meinungsäußerung, die ich gar nicht veröffentlicht habe. Er schreibt an sich selbst. Der Mann scheint sehr verwirrt zu sein.

Fakt ist: Die Rechtsabteilung von google beschäftigt sich seit gestern mit der Veröffentlichung von "Dokumenten" über Ex-Klientinnen der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch unter Leitung von Ruthard Stachowske und mit der Veröffentlichung von "Dokumenten" über weitere Betroffene in einem google-blog, das seit Oktober 2011 im Netz ist.

Stachowskes Anwalt führte dieses blog vor dem Hamburger Landgericht am 8. November 2011 schriftlich in ein Verfahren ein. Untersagt werden soll dem fristlos entlassenen Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch die Behauptung, ich hätte mich mit Eltern verbunden, die ihren Kindern sexuelle oder schwere körperliche Gewalt angetan haben. Mit den im Internet veröffentlichten "Dokumenten" will der Anwalt von Stachowske beweisen, dass dieser Vorwurf zutreffend ist. Wird ihm nicht gelingen...Denn: Eine Mutter hat er bereits wieder aus dem Verfahren genommen, diese Mutter ersetzte er mit einer Mutter, deren Fall ich gar nicht kenne und mit der ich auch nie gesprochen habe. Mit der kann ich mich also gar nicht verbunden haben.

Den im Internet veröffentlichten Schmutz habe ich nur überflogen, dann informierte ich die Betroffenen, die erstatteten in den vergangenen Tagen Strafanzeige. Zur Polizei ging auch die neue Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch.

Der Kommentator von heute Morgen beschäftigt sich erneut mit einer Mutter aus Wolfsburg.  Den Fall H. L. habe ich in diesem blog vor zwei Jahren ausführlich geschildert. Die Namen der betroffenen Kinder verschwieg ich selbstverständlich. Ich gehöre nicht zu den Dreckspatzen. Die Mutter war mit der Veröffentlichung ihres Namens einverstanden.

Veröffentlicht worden ist auf den Schmutzseiten im Oktober 2011 auch eine Notiz des Wolfsburger Jugendamtes, die sich nicht in den Unterlagen befindet, die mir vorliegen. Für die Kinder von H. L. soll demnach im Mai 2007 höchste Gefahr bestanden haben. Alle mir vorliegenden Dokumente, die ich aus dem Wolfsburger Jugendamt bekommen habe, tragen die Unterschrift des zuständigen Jugendamtmitarbeiters. Die im Netz veröffentlichte Notiz trägt keine.

Jetzt nehmen wir trotzdem einmal an, dass diese Gefahr tatsächlich bestanden hat. Dann erkläre man mir mal dies: Vor dem Familiengericht in Wolfsburg findet am 20. Dezember 2007 eine Verhandlung statt.  Ein vom Gericht bestellter Experte hat ein Gutachten über H. L. und ihre Familie erstellt. Dieser Gutachter spricht auch mit Ruthard Stachowske und berichtet anschließend der Familienrichterin: "Konkretisierungen der verschiedenen Bedenken erfolgen nicht." Das hält die Richterin am 21. Dezember 2007 in einer Verfügung fest, die dazu führt, dass die Tochter von H. L. die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch verlassen darf.

Außerdem notiert diese Richterin, dass auch sie den Eindruck habe, dass Stachowske einerseits der Mutter H. L. "erhebliche Vorwürfe" mache, dabei aber "z. T. ebenfalls unkonkret" bleibe. Statt dessen stelle er "eine Verbindung zu den Vorfällen aus der Presse (Bremen etc.)" her. Kennen wir aus Stachowskes Vorträgen...

Ein Gutachter und eine Richterin aus Wolfsburg sind also zu einem vernichtenden Urteil über Stachowske gekommen, bis zur Rückkehr der Tochter zu H. L. verging nicht mehr viel Zeit.

Vertreten worden ist die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch am 20. Dezember 2007 vor dem Familiengericht in Wolfsburg von Arnhild Sobot, die zum engeren Führungszirkel gehört hat. Muss man festhalten: Kaum hat Sobot Wolfsburg verlassen, ist das Kind von H. L. wieder in Wolfsburg...

Bei der Mutter, die von dem Kommentator heute Morgen ebenfalls erwähnt worden ist und die kurz vorher vom Anwalt von Ruthard Stachowkse in das Verfahren vor dem Hamburger Landgericht eingeführt wurde, geht es möglicherweise um eine derart wilde Geschichte, dass ich erst einmal Heidrun Girrulat, die es zu Stachowske-Zeiten zur stellvertretenden Leiterin der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gebracht hat, per mail gefragt habe, ob sie die ihr unterstellte unrühmliche Rolle tatsächlich gespielt hat. Bis heute schwieg Girrulat dazu...

Sollte ich mich in dem Kommentator von heute Morgen täuschen, möge er sich zu erkennen geben. Ich bekomme zurzeit so viele Kommentare, die derart merkwürdig sind, dass ich sie gar nicht erst veröffentliche...Jedenfalls nicht hier, allenfalls in meiner Broschüre "Meine Tante..."

Dreckspatzen II

Donnerstag, 11. August 2011

Die Löschung

11. August 2011
Kündigung angenommen?

Nun steht auf den Institutsseiten von Ruthard Stachowske, er sei von 1993 bis Juli 2011 Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) gewesen. Außerdem ist der 54-Jährige Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule in Dresden. Für die ist er noch TG-Leiter.

Und wie vertreibt sich Stachowske die Zeit bis zum Arbeitsgerichtsprozess am 27. Oktober 2011? U. a. mit einem Vortrag, den er am 23. September 2011 hält. Thema: "Werden die Missetaten der Väter heimgesucht bis ins dritte und vierte Glied? – Drogenabhängigkeit und Familiengeschichte".

Co-Referentin ist Heidrun Girrulat aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, Veranstalterin die Deutsche Gesellschaft für Trauma und Dissoziation mit Sitz in Göttingen. Die arbeitet mit der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin zusammen. Dort widmet man sich auch den Folgen des Nationalsozialismus für Holocaust-Täter und Holocaust-Opfer. Eine der Thesen lautet, dass noch viele Mauern bis zur Integration eingerissen werden müssen.


Alice Salomon war eine liberale Sozialreformerin, die 1938 Deutschland verlassen musste und 1948 in New York starb. Auch mit einer deutschen Briefmarke wurde ihr Wirken gewürdigt.
Ruthard Stachowske und Heidrun Girrulat passen dazu? Schaut man sich ihr Vortragsthema an, dann stellt man erst einmal fest: Ist biblisch angehaucht. Auch in der Lutherbibel aus dem Jahre 1912 ist von "Missetaten der Väter" die Rede, die bis ins dritte  und vierte Glied verfolgt werden sollen (2 Mo 20.5). Dabei geht es allerdings um die, "die Gott hassen".
 
Zweitens ist hinlänglich bekannt, dass Ruthard Stachowske seinen Vorträgen gern Bibelzitate voranstellt. Was allerdings nicht bedeutet, dass er deswegen stichhaltige Thesen aufstellt. Statt dessen fälscht er Familiengeschichten, die so aussehen müssen: Opa süchtig, Vater süchtig, Sohn süchtig.
 
Diese These ist wissenschaftlich so unhaltbar wie gestern der Treffer von Mario Götze gegen Brasilien. Sie diente zu Stachowskes TG-Zeiten aber einem Zweck: der Zerstörung von Familien, die entweder zementiert oder herbeigeführt werden sollte.
 
Argumentiert jemand mit wirren Thesen, verwirrt er sich und andere auch mit anderen Thesen. So hat sich Ruthard Stachowske dermaleinst vorgenommen: "Jetzt untersuche ich die Nazi-Vergangenheit von Gebäuden."
 
Dass Heidrun Girrulat Gleichschritt hält, kann leicht bewiesen werden: Auch sie propagiert die Energiefeldtherapiemethode, die allerdings in der TG nicht mehr angewendet werden darf. Dann macht sie es eben in ihrer Praxis.
 
Und wie Ruthard Stachowske jetzt aufgefallen sein muss, dass er die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch nicht mehr leitet, ist Heidrun Girrulat jetzt aufgefallen, dass sie auf ihren Praxis-Seiten einen falschen Link zum Institut von Ruthard Stachowske gesetzt hat. Wurde von ihr geändert, damit auch jede und jeder erfahre, dass sie zwar aktuell nicht mehr in der TG, aber anderweitig mit Ruthard Stachowske zusammenarbeitet: in einem Indien-Verein als Vorsitzende (Stachowske ist Geschäftsführer), im Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT) und bei Vortragsveranstaltungen.
 
Deswegen ist Heidrun Girrulat auch keine liberale Sozialreformerin wie Alice Salomon, sondern derzeit Statthalterin von Ruthard Stachowske in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Die Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung nimmt´s hin. Wahrscheinlich aus Kostengründen. Noch eine Entlassung scheint man sich nicht leisten zu können.
 
Wie jedoch Stachowske damit der Rücken gestärkt wird, beweist die Tatsache, dass der immer mehr von einem Erfolg vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg ausgeht. Hoffentlich hört der jetzt nicht auch noch die Geschichten, die über den neuen Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch kursieren. Sonst wird die Arbeitsgerichtsverhandlung am 27. Oktober 2011 zu einer Komödie, die in die Justizgeschichte eingeht.
 
Wer ein Kapitel beenden und ein neues aufschlagen will, muss anders handeln. Denn Ruthard Stachowske hat schon bewiesen, dass er in jede offene Flanke stößt. Wenn die Jugendhilfe Lüneburg so alt aussehen möchte wie gestern Brasilien gegen Deutschland, ergötzt sich einer.
 
 
 

Mittwoch, 10. August 2011

Die Reform

10. August 2011
In einer Einrichtung im Belauerungszustand

"Referenten: Heidrun Girrulat, Dr. Ruthard Stachowske, Dr. Rudolf Kaufmann." Steht auf den Internet-Seiten der Volkshochschule von Bremen. Seit geraumer Zeit.

Darum geht es: "Systemische Familienberatung nach Rudolf Kaufmann

Kompetenzerweiterung für die Arbeit mit Familien

Eine berufsbegleitende Fortbildung für alle, die in sozialen Arbeitsfeldern mit Familien oder Teilfamilien zu tun haben."

Die Teilnahmegebühr beträgt 1 650 Euro. Geplant sind sechs Seminare. Los geht es am 2. März 2012. Verlinkt ist diese Veranstaltungsankündigung mit den Internetseiten des Institutes von Ruthard Stachowske, der sich am 27. Oktober 2011 vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg gegen seine fristlose Entlassung als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG) wehrt.

Heidrun Girrulat muss sich nicht arbeitsrechtlich wehren. Die ist weiterhin in der TG, war dort Stellvertreterin von Stachowske. Hält sozusagen die Stellung. Wird wohl als ahnungs- und somit schuldlos eingestuft. Von der Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch.

Bescheinigen muss man Stachowske und Girrulat: Mit Teilfamilien haben die Erfahrung. Sie haben in der TG so manche Familie geteilt. Aber was man Stachowske zum Vorwurf machen muss, muss man nicht unbedingt seiner Stellvertreterin ebenfalls vorwerfen?

Nun wissen aber auch alle Eingeweihten: Der Belauerungszustand hat begonnen, wobei Stachowske den Vorzug besitzt, dass seine Teil-Familien-Expertin noch an der Quelle sitzt und sich dort viele Informationen angeln kann, die für ihren ehemaligen Chef wichtig sein könnten.

Macht sie nicht? Die ist loyal? Die hält zur Jugendhilfe Lüneburg? Die stellt sich jetzt ihrer Verantwortung und geht als Verantwortungsstellerin systemisch in Sack und Asche? Wer´s glaubt...Dann hätte die sich inzwischen als Referentin von der Veranstaltung an der Volkshochschule von Bremen verabschiedet.

Heidrun Girrulat will aber ihr Netzwerk nicht zerfleddern. Zu dem gehören ihren eigenen Internetseiten zufolge sowohl die Volkshochschule in Bremen als auch das Institut von Ruthard Stachowske, der dort auch Rudolf Kaufmann zu seinem Team zählt.

Den Belauerungszustand dominiert offenbar Stachowske. Da sich zudem in der TG nicht viel ändert, nennt man das Reform im heutigen Sinne...