Dienstag, 9. Oktober 2012

Cund

Heimkind berichtet aus Rumänien

"Das seit 35 Jahren bestehende Kinderhaus Schäfer betreibt seit 16 Jahren als Einrichtungsteil die Werkschule Jugendhof Cund. Wir betreuen hier Jugendliche, die in herkömmlichen deutschen Heimeinrichtungen nicht mehr zu halten waren."

Stellt sich im Internet eine deutsche Einrichtung mit Ableger in Rumänien vor.  Aus diesem Jugendhof hat mich gestern ein Erfahrungsbericht eines Jugendlichen erreicht, der dort seit sieben Jahren lebt. Was dieses Heimkind schreibt, veröffentliche ich in normaler Schrift, die entsprechenden Internetpassagen des Jugendhofes in kursiver.

"Die Jugendlichen leben gemeinsam mit deutschen Betreuenden in Einzelzimmern auf dem Jugendhof, durch das gemeinsame Leben erfahren die Jugendlichen intakte soziale Strukturen, einen geregelten Tagesablauf und schulen ihr soziales Verhalten im Gruppenleben. Der dörfliche Rahmen, die unberührte Natur und das gemeinsame Leben bieten den Jugendlichen den sicheren Rahmen, in dem sie sich mit ihren Schwierigkeiten auseinandersetzen und an realistischen Perspektiven arbeiten können."

"Seit fünf Jahren ist hier der Sozialpädagoge Alexander K., der grundlos handgreiflich wird. Einen Jugendlichen, der die Schule verlassen sollte und dann ruhig draußen saß, um zu lernen, nahm er am Kopf und wollte ihn ins Zimmer bringen."

"Die Werkschule Jugendhof Cund verfolgt den Ansatz der Sinnpädagogik und vermittelt neben schulischer Bildung und handwerklicher Berufsfrühorientierung lebbare Werte sowie lebenspraktische Fertigkeiten, die den Jugendlichen ermöglichen, nach ihrer Zeit in der Werkschule in eine Berufsausbildung und die Selbstständigkeit zu gehen."

"Den Jugendämtern in Deutschland erzählt die Familie Schäfer, dass die Jugendlichen hier in den Werkstätten arbeiten können. Das ist gelogen. Hier herrscht unbezahlte Arbeitspflicht. Man muss hier arbeiten. Wenn man die Arbeit verweigert, wird einem das Taschengeld gekürzt und man muss aufs Zimmer."

"Zwei Säulen bestimmen das Leben in der Werkschule: Schule und Berufsorientierung. Die Jugendlichen besuchen die hofeigene Schule, in der sie von einer Lehrerin auf einen Hauptschulabschluss vorbereitet werden, den sie als reguläre Schüler an der Heinrich-Andresen-Schule in Sterup (Schleswig-Holstein) absolvieren. In den Werkstätten Tischlerei, Schmiede und Handweberei sammeln die Jugendlichen erste handwerkliche Erfahrungen und beteiligen sich beispielsweise durch den Möbelbau aktiv an der Gestaltung ihres Umfeldes."

"Es wird den Jugendämtern mitgeteilt, dass man hier in Cund in einer sicheren Umgebung lebt. Das stimmt nicht. Viele aus dem Dorf sind gewalttätig. Bei einer Party ist ein Dorfbewohner ausgerastet. Er hat einem anderen einen Schnitzelhammer in dessen Kopf gehauen. Ein anderer hat ihm dann eine Holzlatte voll mit Nägeln in die Brust gerammt."

"Neben verschiedenen Sport- und Freizeitmöglichkeiten bietet die Werkschule mit 6 ausgebildeten Reitpferden auf dem hofeigenen Reitplatz Reitunterricht von einem erfahrenem deutschen Reitlehrer. Durch regelmäßige Aufenthalte in der deutschen Stammeinrichtung, dem Kinderhaus Schäfer, lernen die Jugendlichen, die in der Werkschule erreichten Fortschritte auch im deutschen Umfeld umzusetzen, sie halten Kontakt zu Eltern und Freunden.

Der erfolgreiche Schulabschluss und die Planung einer Berufsausbildung sind die zentralen Ziele unserer Arbeit."

"Wir Jugendlichen wissen, dass diese Einrichtung eine Art Arbeitslager ist zur Bereicherung der Familie Schäfer. Beim Bekleidungsgeld muss man drei Monate warten, bis man einen Pullover oder andere Klamotten in einem Second-Hand-Shop kaufen darf. Das Taschengeld wird wöchentlich ausgezahlt. Wenn man jemanden beleidigt oder mal seinen Dienst falsch macht, wird was abgezogen. Das heißt, man bekommt nicht das Taschengeld, das einem zusteht.

Aus dem Gruppen-Kühlschrank kommt ein verwester Gestank, in meinem Bad stinkt es wegen einer Klärgrube. Die Heimleiter machen nichts dagegen. Es sind hier Mäuse und Flöhe in den Zimmern, die Couch im Gruppenraum ist voller Milben."


 

Freitag, 5. Oktober 2012

2. Oktober 2012

Tätlicher Angriff vor der Caritas in Münster
 
2. Oktober 2012 - Ich laufe los, biege um die Ecke. Die Mutter ist von dem nichtehelichen Vater in den Würgegriff genommen worden. Der Junge steht dabei, ein Caritas-Mitarbeiter hilflos herum. Auf der Treppe erscheint eine Caritas-Mitarbeiterin. Da niemand mit meinem Erscheinen gerechnet hat, beruhigt sich die Szene. Der leibliche Vater schnappt sich das Kind, setzt es in den Kindersitz auf dem Gepäckträger und radelt davon. Der Junge weint, dreht sich nach seiner Mutter um. Der Caritas-Mitarbeiter und die Caritas-Mitarbeiterin verschwinden im Gebäude. Der Spuk ist vorbei. Ich bringe die Mutter, die unter Schock steht, zu meinem Auto.

Ein Augenzeugenbericht

"Wir machen Wilhelmshaven zur kinderfreundlichsten Stadt"
 
5. Oktober 2012 - “Wir machen Wilhelmshaven zur kinderfreundlichsten Stadt von Deutschland.” Schreibt eine Mutter aus Schleswig-Holstein bei Facebook. Nach zwölf Jahren will sie ihren Jungen wiederhaben, der ihr im Säuglingsalter in einer Lüneburger Psychosekte weggenommen worden ist, die sich seit der Gründung im Jahre 1993 auf die Zerstörung von Familien spezialisierte. Diesen Vorwurf erhob ich bereits 2009, doch niemand glaubte mir. Der Leiter der Einrichtung verklagte mich mehrfach vor dem Landgericht in Hamburg, das erste Verfahren gewann er noch zu 75 Prozent, dann landete er dreimal auf der Nase. Erst als bei der Trägerin die Geschäftsführung wechselte, wurde meine Auffassung geteilt, der Leiter der Einrichtung wurde im Juli 2011 entlassen, den Kindern aber nicht tätkräftig geholfen.

Mütter ziehen um