Termin von Gerichtsvollzieher aufgehoben
"Ich melde mich dann wieder", sagt heute mein Gerichtsvollzieher, der mich für den 8. Oktober 2012 im Auftrag des Sozialpädagogen Ruthard Stachowske zur Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung über meine Vermögensverhältnisse aufgefordert hat. Da das Wilhelmshavener Amtsgericht noch nicht über meine Anfechtung des damit verbundenen Haftbefehls entschieden hat, wurde dieser Termin aufgehoben.
Die Nachricht über die mir drohende Verhaftung hat bei Betroffenen, denen ich monate-, manchmal sogar jahrelang mein Ohr geliehen habe, große Empörung und eine Protestwelle ausgelöst - wäre eine Falschmeldung. Bei mir gemeldet haben sich deswegen nur diejenigen, die mir nicht monate-, manchmal sogar jahrelang in den Ohren lagen. Denen habe ich versichert, dass es gar nicht so leicht sei, mich ins Gefängnis zu werfen.
Wie lange sich Gisela van der Heijden als ehemalige Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und Serdar Saris als angeblich neuer Geschäftsführer ihr Schweigen noch leisten können, ist die entscheidende Frage. Möglicherweise sind sie vom Wilhelmshavener Amtsgericht schon zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Hoffentlich hat Serdar Saris bei der Step gGmbH rechtzeitig alle Automaten abgestellt, die sonst Fragende abwimmeln - und vielleicht haben sie bei der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg endlich jemanden gefunden, der Post nicht nur entgegennimmt, sondern auch noch beantwortet - und Gisela van der Heijden kann wohl kaum ihre gesamte Dienstzeit in einem Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes verbringen. Irgendwann muss sie aussteigen und auch erklären, warum sie Anfang des Jahres in dieser Sache mehrfach meinen Gerichtsvollzieher angerufen hat, um eine Klärung der Angelegenheit zu versprechen.
Mein Gerichtsvollzieher hat bei meinem heutigen Anruf jedenfalls einen erleichterten Eindruck gemacht, denn er möchte mich gar nicht zu einer Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung zwingen. Verständlich, denn auch ich würde mich an seiner Stelle fragen, was das für eine Einrichtung ist, die erst immer wieder anruft - und sich dann nicht mehr rührt...
Step gGmbH Hannover: Die Automaten-Einrichtung
"Hier endet euer Prinzip der Hoffnung" (Ruthard Stachowske) Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch ist 2014 geschlossen worden.
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Montag, 1. Oktober 2012
Systemisches Familienaufstellen
So nützlich wie Fußpilz
Systemisches Familienaufstellen ist schwer in Mode - und in etwa so nützlich wie Fußpilz. Hat man Fußpilz, wird einem klar, dass man Füße haben muss, um an denselben einen Pilz zu bekommen. Lässt man seine Familie systemisch aufstellen, wird einem klar, dass man eine Familie haben muss, damit man die Mitglieder irgendwo hinstellen kann. Die Psychotherapeuten, die diese Methode anwenden, haben neuerdings nicht mehr nur ein Brett vor dem Kopf, sondern auch noch eins dabei. Mit Figuren, die Erwachsene und die Kinder darstellen.
An dieser Stelle sollte ich allen mitlesenden systemischen Familienaufstellern wohl erst einmal erklären, was Kinder sind. Kinder sind jene Lebewesen, die von Frauen zur Welt gebracht werden, erst dort herumliegen, wo man sie hinlegt, dann durch die Gegend krabbeln, schließlich aufstehen und zum Postboten sagen: "Papa!" Kinder in sehr jungem Alter können kein Geheimnis für sich behalten, sie krähen es heraus - und lachen auch noch.
Später lernen Kinder, dass sie nicht zum Postboten Papa sagen sollten, sondern zu dem Mann, mit dem Mutti abends ins Bett geht. Die Geschichte vom Postboten wird also zu einem gut gehüteten Geheimnis. Geheimnisse machen Spaß, wissen bald auch die Kleinen, die davon gar nicht genug bekommen können. Aber Geheimnisse hüten, bringt Kindern nicht lange Freude. Deswegen machen sie sich innerhalb oder außerhalb der Familie auf die Suche nach Verbündeten, denen sie alles anvertrauen können. So zeigen Kinder ihre Liebe und ihr Vertrauen.
Außerdem haben Kinder feine Sensoren, sie wissen meistens eher als Erwachsene, wann Gefahr im Verzuge ist und wann sie sich besser verstecken sollten. Ihre Verbündeten nehmen sie mit in ihr Versteck. Dort holt sie auch kein systemischer Familienaufsteller heraus. Sie werden ausgetrickst. Sobald ein Kind begriffen hat, dass eine Figur besser nicht dort hingestellt wird, wo sie der Psychotherapeut sofort entdeckt, wird sie abseits platziert. Darauf fallen die systemischen Familienaufsteller regelmäßig herein und verwechseln räumliche Nähe auf einem Brett mit tatsächlicher Nähe.
Leider aber schreiben sie anschließend nicht in ihre Gutachten, dass sie von einem Kind hinters systemische Familienaufsteller-Licht geführt worden sind, sondern beispielsweise: "Mit dem Familienmitglied XY hat das Kind offenbar Probleme." Glaubt das auch noch ein Familiengericht, dann fällt das Kind in den Brunnen...Nur der Postbote ist fein heraus.
Systemisches Familienaufstellen ist schwer in Mode - und in etwa so nützlich wie Fußpilz. Hat man Fußpilz, wird einem klar, dass man Füße haben muss, um an denselben einen Pilz zu bekommen. Lässt man seine Familie systemisch aufstellen, wird einem klar, dass man eine Familie haben muss, damit man die Mitglieder irgendwo hinstellen kann. Die Psychotherapeuten, die diese Methode anwenden, haben neuerdings nicht mehr nur ein Brett vor dem Kopf, sondern auch noch eins dabei. Mit Figuren, die Erwachsene und die Kinder darstellen.
An dieser Stelle sollte ich allen mitlesenden systemischen Familienaufstellern wohl erst einmal erklären, was Kinder sind. Kinder sind jene Lebewesen, die von Frauen zur Welt gebracht werden, erst dort herumliegen, wo man sie hinlegt, dann durch die Gegend krabbeln, schließlich aufstehen und zum Postboten sagen: "Papa!" Kinder in sehr jungem Alter können kein Geheimnis für sich behalten, sie krähen es heraus - und lachen auch noch.
Später lernen Kinder, dass sie nicht zum Postboten Papa sagen sollten, sondern zu dem Mann, mit dem Mutti abends ins Bett geht. Die Geschichte vom Postboten wird also zu einem gut gehüteten Geheimnis. Geheimnisse machen Spaß, wissen bald auch die Kleinen, die davon gar nicht genug bekommen können. Aber Geheimnisse hüten, bringt Kindern nicht lange Freude. Deswegen machen sie sich innerhalb oder außerhalb der Familie auf die Suche nach Verbündeten, denen sie alles anvertrauen können. So zeigen Kinder ihre Liebe und ihr Vertrauen.
Außerdem haben Kinder feine Sensoren, sie wissen meistens eher als Erwachsene, wann Gefahr im Verzuge ist und wann sie sich besser verstecken sollten. Ihre Verbündeten nehmen sie mit in ihr Versteck. Dort holt sie auch kein systemischer Familienaufsteller heraus. Sie werden ausgetrickst. Sobald ein Kind begriffen hat, dass eine Figur besser nicht dort hingestellt wird, wo sie der Psychotherapeut sofort entdeckt, wird sie abseits platziert. Darauf fallen die systemischen Familienaufsteller regelmäßig herein und verwechseln räumliche Nähe auf einem Brett mit tatsächlicher Nähe.
Leider aber schreiben sie anschließend nicht in ihre Gutachten, dass sie von einem Kind hinters systemische Familienaufsteller-Licht geführt worden sind, sondern beispielsweise: "Mit dem Familienmitglied XY hat das Kind offenbar Probleme." Glaubt das auch noch ein Familiengericht, dann fällt das Kind in den Brunnen...Nur der Postbote ist fein heraus.
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