Montag, 19. April 2010

Auf Lüneburg-Seiten

17. April 2010
Wieder ein Missverständnis

"Dies war das am schwersten zu verstehende Muster. Ohne dass uns dies zu Beginn der Mehrgenerationentherapie bewusst war, wurde in den Therapien deutlich, dass wir wiederholt Enkelinnen und Enkel von z.T. großen Nazi-Tätern in Therapieprozessen begleitet haben. Mühsam habe ich verstehen müssen, dass die Folgen des 2. Weltkrieges eben nicht im Mai 1945 beendet waren, sondern dass in Deutschland und anderen Ländern das Grauen des 2. Weltkrieges weiterlebte. Es gab Familiensysteme, in denen Kinder von Tätern des 2. Weltkrieges wiederum Kinder von Opfern des 2. Weltkrieges geheiratet haben."

So ist Ruthard Stachowske, Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, von einer Infostelle aus der Schweiz zitiert worden. Dieses Muster und zwei weitere gebe es für Drogenfamilien.

Ein Blogbetreiber übernahm diese Information und bekam deswegen Post von Stachowskes Anwalt. Darin hieß es, dass der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch eine solche Theorie nicht kenne. Deswegen werde sie von Stachowske auch nicht vertreten. Da ich noch nie an den Worten dieses Professors gezweifelt habe, zog ich daraus den Schluss: Die Infostelle aus der Schweiz hat Stachowske falsch zitiert.

Dieser Vorwurf ist nun auch den Machern der offiziellen Lüneburg-Seiten zu machen. Die berichteten gestern über eine Patenschaft der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch für ein Ehrenmal, die sich seit zehn Jahren bewährt habe. Der wiederum Missverstandene wurde in diesem Beitrag so erwähnt: "Dr. Ruthard Stachowske, Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft, kannte die grausige Geschichte und die Gedenkstätte, als er in seiner täglichen Arbeit immer deutlicher feststellte, welchen Einfluss nicht bewältigte Familiengeschichten aus der Nazizeit bei der Entstehung von Drogensucht haben."

Da "Familiengeschichten aus der Nazizeit" Bestandteil der drei Muster wären und der Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch laut Anwaltsschreiben keines dieser Muster kennt, müssen auch die Macher der offiziellen Lüneburg-Seiten irgend etwas falsch verstanden haben.

Kommentare:

  1. Alles was hier und auch anderweitig über diesen Mann berichtet wird , scheint ein großes Missverständnis zu sein .
    Wahrscheinlich waren die betroffenen Eltern/teile und deren Kinder niemals in dieser Einrichtung .
    Und ebenso wenig hat dieser Mann dafür gesorgt , dass es bislang offensichtlich niemanden aus der Einrichtung gelungen ist , dieselbe gesund mit Kindern zu verlassen . Obwohl sie nach Rauswurf oder Flucht in nachträglichen Gerichtsverfahren ihre Kinder wieder bei sich haben und trotz der niederträchtigen Vorgehensweise dieses Menschen clean geblieben sind .
    Ich kann mir überhaupt nicht erklären wie sich dieser Mensch noch ernst genommen fühlen kann .
    Er glaubt offenbar wieder Oberwasser zu haben .
    Das ist doch alles völlig absurd .

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  2. ich war in dieser einrichtung und bin geflohen und ich bin clien geblieben und meiner tochter geht es besser. traurig nur das sie pyschologische hilfe braucht weil sie heute noch von der einrichtung spricht sie wurde stundenlang eingespeert und das soll normal sein ich musste andere kinder nehmen und meine eigene nicht diese einrichtung ist einfach nur schlecht und ich warne alle davor

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  3. seien sie froh, dass sie clean sind. und vor der tg wilschenbruch warnen, ist richtig. aber wie ich gehört habe, sind die bald pleite. und wenn niemand mehr drogen nimmt, sind sie am ende.

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