6. Februar 2012
Elfjähriger mit Auto in Langwedel unterwegs
"Unbemerkt hat ein elfjähriger Junge am Montagmorgen die Autoschlüssel seiner Eltern an sich gebracht und anschließend mit dem Wagen eine Spritztour unternommen. Im Rahmen einer Fahndung konnten Polizeibeamte den Jungen anhalten. Der Elfjährige, der kaum über das Lenkrad gucken konnte, war sich keiner Schuld bewusst. Schließlich hatte er sich das Autofahren bei seiner Mutter abgeschaut und vorher eine Probefahrt im Wald unternommen. Nach Einschätzung der Polizei ist es weniger der frisch erworbenen Fahrpraxis, sondern eher glücklichen Umständen zu verdanken, dass es nicht zu einem Unfall mit möglicherweise schweren Folgen gekommen ist."
Steht am 24. Januar 2012 im Pressebericht der Polizei von Verden. Schauplatz ist Langwedel. Eine Mutter aus Lübeck entdeckt diese Meldung im Internet, fragt sich: "War das mein Junge?" Der ist seit elf Jahren bei einer Pflegefamilie in Langwedel, hat das gleiche Alter wie der Spritztour-Junge, die Mutter hat ihren Sohn das letzte Mal vor sechs Jahren gesehen.
Ein Polizeibeamter aus Verden will das bei einem Telefonat am heutigen Montag nicht bestätigen, unterhält sich jedoch lange mit der Mutter über dieses Kind. Vor elf Jahren ist diese Mutter mit ihrem Sohn in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gewesen, die bis Juli 2011 von dem Sozialpädagogen und Honorarprofessor an der Evangelischen Hochschule Dresden, Ruthard Stachowske, geleitet worden ist. Dem werfen unzählige Betroffene die Zerstörung von Familien vor. Er ist inzwischen wegen Untreue und Unterschlagung fristlos entlassen worden. Gegen diese fristlose Entlassung wehrt er sich vor dem Arbeitsgericht in Lüneburg. Nächster Termin: 27. Februar 2012.
Auch der Mutter aus Lübeck ist der Junge weggenommen worden. Da die Therapie in Wilschenbruch nichts brachte, haute sie ab, kehrte mit ihrer Mutter in die Einrichtung zurück, der Junge war weg. Die Pflegeeltern erklärten die Mutter des Jungen für tot, das Jugendamt von Verden hat bislang nichts für eine Rückkehr des Kindes nach Lübeck getan.
Der Junge schreibt am 22. Dezember 2010 eine Karte an seine Mutter, will nach Hause. Wie sich derweil Hilfeplangespräche des Jugendamtes von Verden entwickeln, steht am 22. August 2011 in einer "Leseabschrift". Wie schon üblich ist die Mutter zu diesem Gespräch am 17. August 2011 nicht eingeladen worden. Dazu heißt es in dieser "Leseabschrift": "Die leibliche Mutter wird durch Übersendung des Hilfeplanes und ihre persönliche (möglichst schriftliche) Rückmeldung beteiligt."
Der Junge hat am 17. August 2011 keine große Lust zur Teilnahme an diesem Gespräch: "Die Teilnahme lehnte er ab, wollte lieber mit seinem Freund spielen." Den Hinweis, dass an Hilfeplangesprächen alle Betroffenen teilnehmen müssen, ignoriert das Jugendamt von Verden. Nicht zum ersten Mal.
Der Junge habe etwas angestellt, erfährt die Mutter am Freitag von der Verfahrensbeiständin, deshalb sei er jetzt in einer therapeutischen Einrichtung. In welcher, weiß sie nicht. Auch der Anwalt der Mutter findet das nicht heraus.
Die Staatsanwaltschaft hat wegen der Spritztour ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zweifel daran, dass es sich bei dem Elfjährigen um den Jungen der Mutter aus Lübeck handelt, sind kaum möglich.
Siehe auch
Weitere Infos
"Hier endet euer Prinzip der Hoffnung" (Ruthard Stachowske) Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch ist 2014 geschlossen worden.
Montag, 6. Februar 2012
Mittwoch, 1. Februar 2012
Empörung
1. Februar 2012
Wie glaubwürdig ist Ruthard Stachowske?
"Was ich nicht verstehe, wie sich ein Mensch wie St. erdreisten kann, andere der Lüge und des Meineids zu bezichtigen." Diese Frage stellt sich die neue Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, seit ich Gisela van der Heijden über das jüngste Schreiben des Anwaltes von Ruthard Stachowske an das Lüneburger Landgericht informiert habe. In diesem Schreiben wird bestritten, das mich der fristlos entlassene Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch jemals als "pädophil" verleumdet hat. Gisela van der Heijden bleibt dabei: "Hat er!" Und will das auch vor Gericht aussagen.
Entlarvt man die Helfershelfer von Stachowske, schweigen die peinlich berührt. Wo die sitzen, weiß ich. Einer wohnt in Burgdorf bei Hannover. Der scheint es bis heute nicht verwunden zu haben, dass er an der Aue zwar eine Wochenzeitung gegründet hat, nach der Scheidung von seiner Ehefrau aber aus dem Verlag ausscheiden und sich damit abfinden musste, dass ich die Redaktion übernahm. Auf mails Betroffener hat der überhaupt nicht reagiert.
"Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist", heißt es im Volksmund.
Siehe auch
Wie glaubwürdig ist Ruthard Stachowske?
"Was ich nicht verstehe, wie sich ein Mensch wie St. erdreisten kann, andere der Lüge und des Meineids zu bezichtigen." Diese Frage stellt sich die neue Geschäftsführerin der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg, seit ich Gisela van der Heijden über das jüngste Schreiben des Anwaltes von Ruthard Stachowske an das Lüneburger Landgericht informiert habe. In diesem Schreiben wird bestritten, das mich der fristlos entlassene Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch jemals als "pädophil" verleumdet hat. Gisela van der Heijden bleibt dabei: "Hat er!" Und will das auch vor Gericht aussagen.
Entlarvt man die Helfershelfer von Stachowske, schweigen die peinlich berührt. Wo die sitzen, weiß ich. Einer wohnt in Burgdorf bei Hannover. Der scheint es bis heute nicht verwunden zu haben, dass er an der Aue zwar eine Wochenzeitung gegründet hat, nach der Scheidung von seiner Ehefrau aber aus dem Verlag ausscheiden und sich damit abfinden musste, dass ich die Redaktion übernahm. Auf mails Betroffener hat der überhaupt nicht reagiert.
"Sage mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist", heißt es im Volksmund.
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